Giffey und Alba Berlin: Saison-Fortsetzung oder Abbruch?

Giffey und Alba Berlin: Saison-Fortsetzung oder Abbruch?

Die alltäglichen Herausforderungen haben sich auch für Niels Giffey während der Corona-Krise stark verändert. «Ich brauche auf jeden Fall mal wieder einen Haarschnitt», sagte der Kapitän des deutschen Basketball-Pokalsiegers Alba Berlin. Dieses Problem dürfte sich für den Nationalspieler erst Anfang Mai lösen, wenn die Friseure in der Hauptstadt wieder offen. Eine drängendere Frage wird schon am Montag beantwortet: Dann soll sich entscheiden, ob der Spielbetrieb in der Bundesliga wieder aufgenommen wird oder es zum Abbruch kommt.

Niels Giffey verlässt das Spielfeld

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Albas Niels Giffey verlässt das Spielfeld.

Die aktuelle BBL-Saison ist bis zum 30. April ausgesetzt. In einer Videoschalte wollen sich die 17 Clubs und die Ligaspitze nun darüber abstimmen, wie es weitergeht. BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hatte bereits erklärt, dass es «deutlich mehr Sinn» mache, weiterzuspielen als abzubrechen. Und was sagt Giffey? «Wenn es eine Entscheidung gibt und ich meine Meinung dazu ausdrücken kann, setze ich mich damit auseinander», erklärte er in einem Bericht auf der Internetseite des Ex-Serienmeisters: «Aber nur, wenn es eine klare Situation gibt.»
Bei Alba halten sich die Profis weiterhin eigenständig fit. Doch nicht alle sind überhaupt in Berlin. Spielmacher Martin Hermannsson flog zu seiner Familie nach Island, Luke Sikma und Peyton Siva befinden sich in den USA. Fraglich scheint, wie sie überhaupt nach Deutschland kommen könnten, sollte es wieder losgehen. Auch ein entsprechender Trainings-Vorlauf wäre nötig, damit wieder auf hohem Niveau um die Meisterschaft gespielt werden könnte. Sollte es dazu kommen, sind zweifelsohne nur Geisterspiele ohne Fans denkbar.
Bei Giffey hat sich der gewöhnliche Tagesablauf in den vergangenen Wochen verändert. Auch wenn täglich um acht Uhr morgens der Wecker klingele, heiße das nicht, «dass ich da auch sofort aufstehe», sagte der 28 Jahre alte Flügelspieler und lachte: «Aber ich bin zumindest schon mal wach und dann geht's los.» Gemeinsam mit seiner Frau habe er in der Coronavirus-Pandemie neben dem Kochen auch Yoga für sich entdeckt. «Nicht unbedingt das Yoga zur Mobilität, sondern auch das zur Stärkung. Dazu braucht man nicht mehr als zwei Meter Platz.»
Untätig ist Giffey nicht, beschäftigt sich stattdessen auch schon mal mit der Karriere nach der Karriere. «Ich habe mich jetzt wieder mehr mit Business-Kursen auseinandergesetzt. Da habe ich versucht mich weiter zu informieren, weiter zu lernen», sagte der frühere Student der University of Connecticut. An ein Ende seiner Profilaufbahn denke er nicht, aber: «Die Zeit muss man nutzen.»
Vor der Entscheidung ab Montag um 12.00 Uhr gibt es in der Bundesliga ein gespaltenes Stimmungsbild. Clubs wie der frühere Serienmeister Brose Bamberg und medi Bayreuth plädieren öffentlich für einen Abbruch, beispielsweise Tabellenführer FC Bayern und die EWE Baskets Oldenburg wollen weitermachen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 26. April 2020 11:59 Uhr

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