Alba-Manager skeptisch wegen Saisonfortsetzung

Alba-Manager skeptisch wegen Saisonfortsetzung

Geschäftsführer Marco Baldi von Bundesligist Alba Berlin kämpft zwar weiter um eine Fortsetzung der Basketball-Saison, ist sich aber auch der Schwierigkeit der Situation bewusst. «Momentan sind wir weit davon entfernt, dass es klappt», sagte Baldi der Deutschen Presse-Agentur. Aktuell ruht der Ligabetrieb wegen der anhaltenden Coronavirus-Krise bis mindestens Ende April. «Um den 30. April wollen wir uns wieder telefonisch zusammenschließen, dann werden wir hoffentlich mehr wissen», sagte Baldi mit Blick auf ein Gespräch der Clubs aus Deutschlands höchster Liga.

Alba-Geschäftsführer Marco Baldi

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Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

Bei Pokalsieger Alba müssen sich alle Profis weiterhin eigenständig fit halten. Doch nicht alle sind überhaupt in Berlin. Spielmacher Martin Hermannsson flog zu seiner Familie nach Island, Luke Sikma und Peyton Siva befinden sich in den USA. «Als US-Präsident Trump sagte, ich mache die Grenzen dicht, musste man sich entscheiden», sagte Baldi. Andere Bundesligisten haben aktuell ähnliche Probleme.
Doch wann und wie diese Spieler wieder zurückkommen, ist noch völlig unklar. Normales Reisen ist derzeit nicht möglich, auch der Spielbetrieb in der Königsklasse Euroleague ist deshalb auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Und wer mit dem Flugzeug in Tegel und Schönefeld landet, ist momentan dazu verpflichtet, sich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. «Da müssen wir erst einmal sehen, was aktuell überhaupt noch machbar ist», sagte Baldi.
So läuft auch dem Basketball die Zeit davon. Denn sollte das Team wieder beisammen sein, «braucht man ja auch Zeit, um halbwegs wieder in Form zu kommen», sagte Baldi. Ob der Manager deshalb noch an eine Fortsetzung der Saison glaubt, wollte er nicht sagen: «Aktuell ist ja jede Prognose nach zwei Tagen wieder hinfällig.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 07:00 Uhr

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