Obradovic lobt ALBA-Entwicklung

Obradovic lobt ALBA-Entwicklung

Das Ergebnis beim Testspiel gegen Monaco war eher zweitrangig. Für deren Coach Sasa Obradovic war der Trip nach Berlin auch eine Reise in die Vergangenheit

Sasa Obradovic

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Der damalige Alba Berlin Trainer Sasa Obradovic. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Berlin (dpa/bb) –  Bei Basketball-Bundesligist ALBA Berlin herrschte am Freitagabend trotz der 76:81-Testspielpleite gegen Monaco keine trübe Stimmung. Für die Berliner war es eher ein Familientreffen als ein Muster mit Aussagekraft. Denn mit Monaco-Coach Sasa Obradovic kehrte ein alter Bekannter zurück. Drei Jahre spielte der Serbe für ALBA, vier Jahre war er ihr Trainer.
«Für mich ist hier immer eine Tür offen. Ich kenne hier noch so viele Leute. Deshalb ist es immer etwas Besonderes für mich und eine große emotionale Angelegenheit», verriet er. Besonders an die Trainingshalle, in der das nichtöffentliche Testspiel stattfand, erinnert er sich gern. «Ich war in dieser Halle vier Jahre fast jeden Tag und hab morgens in der Ecke immer meinen Kaffee getrunken», berichtete er.
Den Weg von ALBA verfolgt er deshalb genau. «Es macht immer Spaß ihnen zuzuschauen. Man sieht bei ihnen in jedem Spiel einen Fortschritt. Und sie sind ein Team, das niemals aufgibt», lobte der 50-Jährige seinen ehemaligen Club. Obradovic sieht das Team bei Trainer Aito Garcia Reneses in guten Händen. «Er hat immer gute Ideen und jeder fühlt sich wohl in seinem System. In meinen vier Jahren haben wir auch schon guten Basketball gespielt und ich bin froh, dass Aito diesen Weg fortsetzt», sagte er.
Der Serbe sieht ALBA mit der Teilnahme an der Euroleague aber auch vor einer schwierigen Saison. «Das Gefährlichste könnte sein, dass sie durch einige Niederlagen in der Euroleague ihr Selbstvertrauen verlieren», sagte er. Denn das könnte zu unnötigen Niederlagen in der Bundesliga führen. «Und das könnte sie eine gute Platzierung für die Playoffs kosten», warnte der ehemalige serbische Nationalspieler.
Er glaubt aber auch an eine Chance für die Berliner in der höchsten Spielklasse Europas. «Mit ihrer Teamchemie können sie ein paar Spiele gewinnen», glaubt er. Die heutige Mannschaft will er mit seinem Team aus den Jahren 2012 bis 2016 nicht vergleichen. Mit einem Schmunzeln legt er die Messlatte aber doch sehr hoch. «Wenn sie es in die Top 8 schaffen, sind sie ein besseres Team als wir damals», sagt er.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. September 2019 10:20 Uhr

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