«Nicht nur schnuppern»: ALBA Berlin fordert den FC Bayern

«Nicht nur schnuppern»: ALBA Berlin fordert den FC Bayern

Mit dem 3:0 über Oldenburg steht ALBA Berlin im Meisterfinale gegen den Dauerrivalen Bayern München. Endlich soll nun der erste Titel unter Trainer Aito her. Ein wichtiger Erfolg ist bereits perfekt.

Landry Nnoko und Nathan Boothe

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Berlins Landry Nnoko und Oldenburgs Nathan Boothe (l-r.) am Werk. Foto: Carmen Jaspersen

Berlin (dpa/bb) – Das Finale in der Bundesliga erreicht, die Qualifikation für die Euroleague perfekt gemacht. Nun will ALBA Berlin endlich den Titelfluch gegen Dauerrivale FC Bayern beenden. Nach vier Niederlagen in Endspielen unter Aito Garcia Reneses soll nun der große Coup her. «Jetzt wollen wir nicht nur dran schnuppern. Jetzt wollen wir alles geben, um dann auch mal einen Titel zu holen», sagte Manager Marco Baldi.
Vergangene Saison mussten sich die Berliner in Pokal und Meisterschaft den Münchnern geschlagen geben. Diese Spielzeit gab es im Finale des nationalen Cups die Niederlage gegen Bamberg, im Eurocup schlugen sich die Berliner im Showdown mit Valencia tapfer. «Wir haben uns noch keine Krone aufgesetzt, das ist so ein krasser Wunsch von uns, so ein großes Ziel», sagte Kapitän Niels Giffey bei Magenta Sport. «Wir gehen mit einem großen Ego in die nächste Runde, ich bin krass stolz.»
Im Halbfinale hätte es für ALBA mit dem 100:89-Sieg am Sonntag in Oldenburg nicht besser laufen können. Mit einem glatten 3:0 entschieden die Berliner die Best-of-Five-Serie im Halbfinale souverän für sich. «Wir waren in allen drei Spielen voll da und waren einfach das bessere Team», sagte Baldi.
Das Finalduell mit Titelverteidiger Bayern ist für Giffey die logische Konsequenz der bisherigen Saison. «Es stehen jetzt einfach die beiden besten Teams der Liga im Finale», sagte der Nationalspieler. Und Baldi ergänzte: «Ich glaube, das ist auch das Finale, das jeder sehen will.»
Dabei wird es für ALBA in den Spielen darum gehen, das Tempo hochzuhalten. Gegen Oldenburg ging das Rezept auf. «Letztendlich waren wir variabler und schneller», befand Baldi. Gegen die Bayern wird das aber schwieriger, weil sie ­ ebenso wie die Berliner - über viel Tiefe im Kader verfügen. «Sie werden sicherlich physischer spielen. Davon dürfen wir uns aber nicht beeinflussen lassen», sagte Giffey.
Zumindest konnten die Berliner Kräfte sparen. Durch das 3:0 gegen Oldenburg hat ALBA nun eine ganze Woche Pause. Freuen kann sich ALBA nicht nur über den Finaleinzug. Nun ist auch die Teilnahme an der Euroleague perfekt, da Finalgegner Bayern nächste Saison eine Wildcard besitzt.
«Das ist der nächste Schritt für uns und für den Verein eine wichtige Sache, auf die alle gewartet haben», sagte Giffey. «Vor allem haben wir jetzt Sicherheit und können besser plane», ergänzte Baldi. An der Grundausrichtung wird sich aber nichts ändern. «Wir setzen weiter auf Kontinuität und unsere Philosophie. Das heißt, wir setzen weiter auf junge und talentierte Spieler und wollen uns weiterentwickeln», kündigte Sportdirektor Himar Ojeda an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Juni 2019 12:50 Uhr

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