Alba baut gegen Oldenburg auf tiefere Bank

Alba baut gegen Oldenburg auf tiefere Bank

Mit Respekt reist Alba zur ersten Halbfinalpartie nach Oldenburg. Die Berliner brauchen in dieser Serie einen Auswärtssieg. Bei den heimstarken Niedersachsen wird das aber nicht leicht.

Alba Berlin baut gegen Oldenburg auf tiefere Bank

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Mit Respekt reist Alba zur ersten Halbfinalpartie nach Oldenburg.

Alba Berlin geht im Halbfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg auf Diebestour. «Es wäre perfekt, gleich im ersten Spiel den Heimvorteil zu stehlen», sagte Martin Hermannsson vor der Partie in der Serie Bet-of-Five am Sonntag (15 Uhr) bei den Niedersachsen. Allerdings schränkt der Guard gleichzeitig ein: «Wir sind auf alles vorbereitet, auch auf eine lange Serie», meint
Bereits im vergangenen Jahr trafen Berlin und Oldenburg im Halbfinale aufeinander. Beide Teams gewannen jeweils ihre Heimspiele und Alba die Serie am Ende mit 3:2. In dieser Saison hat allerdings Oldenburg den Heimvorteil. «Deshalb sind sie leicht im Vorteil. Denn zuhause sind sie besonders stark», sagt Forward Luke Sikma. In der Punkterunde verloren die Niedersachsen nur ein Heimspiel. Und das ausgerechnet Mitte Januar gegen Alba. Das spielt für die Berliner aber jetzt keine Rolle mehr. «Die Playoffs sind wieder ein ganz anderer Wettbewerb», meint Sikma.
Die Berliner haben großen Respekt vor dem Zweitplatzierten der Liga. «Auch wenn sie wieder einmal vor der Saison nicht so im Fokus standen. Sie sind sehr stabil und konstant und spielen offensiv sehr stark», warnt Nationalspieler Joshiko Saibou. Von den letzten elf Spielen verloren sie nur eines. Umso wichtiger wird deshalb die erste Partie am Sonntag.
Dabei baut Alba auf die Erfahrungen aus dieser Eurocup-Saison. «Wir sind gut darin auswärts ein Spiel zu stehlen. Das haben wir in Malaga und Andorra gezeigt», glaubt Hermannsson. Die Niedersachsen sind aber ein sehr erfahrenes und älteres Team, haben in diesem Jahr nicht europäisch gespielt und dementsprechend lange Pausen zwischen den Spielen. Nun haben auch sie einen engen Spielplan.
Deshalb setzen die Berliner auf ihren Highspeed-Basketball. «Wir müssen sehr schnell spielen und das Tempo hochhalten, das wird ein Schlüssel für uns sein», glaubt Hermannsson. Oldenburg hat eine starke Starting Five, aber weniger Alternativen im Kader als Alba. «Wir haben die tiefere tiefe Bank und die müssen wir auch nutzen», fordert deshalb Sikma.
Ein besonderes Augenmerk haben die Berliner auf MVP Will Cummings. Mit im Schnitt 21,1 Punkten pro Spiel ist der Guard der gefährlichste Schütze der Liga. «Wir dürfen ihn nicht in den Rhythmus kommen lassen und müssen dafür sorgen, dass er sich jeden Wurf hart erarbeiten muss», fordert Saibou. Dennoch wird Alba sein Spiel nicht umstellen, um ihn zu stoppen. «Das geht ohnehin nur über das Team», glaubt Saibou.
Und das wird am Sonntag wohl wieder vollzählig sein. Alba hatte eine knappe Woche Zeit zur Vorbereitung. So konnten nicht nur im Training an einigen Dingen arbeiten, auch die angeschlagenen Spieler konnte ihre Verletzungen auskurieren. Center Landry Nnoko ist wieder voll im Training und auch sein Kollege Dennis Clifford kehrte am Donnerstag zurück. «Ich hoffe, sie sind am Sonntag dabei», gab sich Trainer Aito Garcia Reneses optimistisch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. Mai 2019 12:59 Uhr

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