ALBA bleibt nach Kantersieg gegen Ulm fokussiert

ALBA bleibt nach Kantersieg gegen Ulm fokussiert

ALBA Berlin startet gegen Ulm furios in die Playoffs. Aber schon am Dienstag im zweiten Spiel bedeutet dieser klare Sieg nichts mehr. Sorgen bereitet Spielmacher Peyton Siva.

Berlin (dpa/bb) - Nach dem souveränen Auftaktsieg in die Playoffs der Basketball-Bundesliga war Marco Baldi vollauf zufrieden. «Wir waren von Anfang an voll da, auch kämpferisch. Die Mannschaft hat sich selbst klar gemacht, dass jetzt Playoff sind», sagte der Manager von ALBA Berlin nach dem 107:78-Heimsieg am Samstagabend gegen ratiopharm Ulm. In der Best-of-Five-Viertelfinalserie liegt ALBA 1:0 in Führung.
Schon am Dienstag steigt in Ulm das zweite Spiel. Dann könnten die Berliner mit einem weiteren Erfolg schon einen großen Schritt Richtung Halbfinale machen. Aber der klare erste Sieg «macht es gefährlich für das zweite Spiel», sagte Baldi. Aus eigener Erfahrung pflichtet Guard Martin Hermannsson seinem Manager bei. «Wir haben auch im Eurocup-Finale in Valencia mit zwanzig verloren und dann zu Hause gewonnen», sagte der Isländer.
Deshalb will ALBA diesen Kantersieg auch nicht zu hoch bewerten. «Das war ja nicht wirklich ein komplettes Spiel. Ein komplettes Spiel bedeutet jetzt drei Spiele zu gewinnen», sagte Trainer Aito Garcia Reneses. Aber die Berliner können auf diesem Erfolg aufbauen. «Wir haben sie in jedem Aspekt dominiert», sagte Hermannsson. Ulm war über weite Strecken chancenlos. Nationalspieler Johannes Thiemann fand deshalb: «Wir haben ein Statement gesetzt.»
Ein Sonderlob gab es für Point Guard Derrick Walton. Der Spielmacher führte mit zwölf Punkten und vier Assists hervorragend Regie bei den Berlinern. «So langsam merkt man, dass er Dinge verinnerlicht hat», sagte Baldi. Der Amerikaner war Mitte Februar für den langzeitverletzten Stefan Peno nachverpflichtet worden und hatte zunächst leichte Startprobleme. Jetzt scheint er angekommen. «Wir sehen jetzt, wie wichtig das in dieser langen Saison war, noch Spieler dazugeholt zu haben. Die haben nicht nur die Verletzten ersetzt, sondern dem Team mehr Stabilität gegeben», meinte Baldi.
Walton profitierte aber auch vom Fehlen von Peyton Siva. Der Point Guard war im Freitagstraining umgeknickt. Wie lange er fehlen wird, ist noch offen. «Ich hoffe, es ist nicht allzu schlimm. Wir müssen von Tag zu Tag schauen», sagte Aito.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 19. Mai 2019 12:30 Uhr

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