ALBA erobert im Rausch dritten Tabellenplatz

ALBA erobert im Rausch dritten Tabellenplatz

Drei Tage nach der schmerzhaften Niederlage im Eurocup rückt ALBA Berlin in der Bundesliga auf den dritten Platz. Gegen RASTA Vechta stellt der Hauptstadtclub eine Bestleistung auf.

Marco Baldi

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Marco Baldi lacht während einer Pressekonferenz. Foto: Anne Pollmann/Archivbild

Berlin (dpa/bb) - ALBA Berlin hat mit einem Rekord die frustrierende Final-Niederlage im Eurocup gegen Valencia überwunden. Mit dem deutlichen 104:67-Erfolg knackten die Berliner zum 13. Mal in dieser Saison wettbewerbsübergreifend die 100 Punkte-Marke - so häufig wie noch nie in einer Saison. «Ich bin relativ verblüfft», sagte ALBA-Manager Marco Baldi nach dem 104:67-Heimsieg über RASTA Vechta am Donnerstag. «Ich weiß nicht, wo die Jungs die Energie hergenommen haben.»
Jeder Spieler sei nach den anstrengenden Woche mit der Doppelbelastung aus Eurocup und Basketball-Bundesliga angeschlagen. Martin Hermannsson konnte am Donnerstagabend mit muskulären Problemen erst gar nicht mitwirken, Johannes Thiemann saß zwar auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz.
Rokas Giedraitis ließ die Ausfälle vergessen. Der litauische Nationalspieler erzielte in nur 18 Minuten 26 Zähler. «Dass ich heute 26 Punkte gemacht habe, liegt einfach daran, dass ich offene Würfe bekommen und diese getroffen habe», sagte Giedraitis nach seiner Gala-Vorstellung, «natürlich waren wir wegen der Niederlage vom Montag in Valencia angestachelt. Aber jetzt haben wir gegen einen direkten Konkurrenten mit fast 40 Punkten Differenz gewonnen, haben also allen Grund froh zu sein.»
Marco Baldi weiß nicht erst seit diesem Spiel, dass die Mentalität in der Mannschaft stimmt. Wenn es gut läuft, kann sich das Team in einen Rausch wie gegen Vechta spielen. Und auch mit mentalen Rückschlägen, wie am Montagabend in Valencia, scheint ALBA Berlin gut umgehen zu können. RASTA Vechta war immerhin als Tabellendritter angereist. Diesen Platz hat das Team aus der Hauptstadt mit dem Erfolg übernommen und möchte ihn mit zwei Siegen am Samstag und Montag verteidigen.
Beide Male heißt der Gegner Mitteldeutscher BC. Am Samstag wird in Leipzig (20.30 Uhr), am Montag in Berlin gespielt. Kein Selbstläufer, auch wenn der MBC in der BBL zu den Abstiegskandidaten zählt. «Das Kellerkind hat von den letzten vier Spielen drei gewonnen», so Baldi, «der MBC kann uns das Spiel sehr schwer machen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. April 2019 13:10 Uhr

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