«Spiel total verhunzt» ALBA-Manager übt Kritik

«Spiel total verhunzt» ALBA-Manager übt Kritik

Nach dem Heimerfolg von ALBA Berlin gegen Ludwigsburg klagt der Hauptstadtclub über die Schiedsrichterleistung. Die Berliner müssen eine schmerzhafte Niederlage verkraften.

Marco Baldi

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Marco Baldi, Geschäftsführer von Alba Berlin, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Kein Jubel wollte bei Manager Marco Baldi nach dem hart erkämpften 86:80 über die MHP Riesen Ludwigsburg aufkommen. «Ich kann mich über den Sieg nicht freuen. Man hat heute gesehen, wie so ein Spiel total verhunzt werden kann. Mit einem Riesenanteil der Schiedsrichter», kritisierte Baldi am Freitagabend.
Die Berliner klagten über Unparteiischen-Trio um Robert Lottermoser, das in der harten Partie aus ihrer Sicht viele Fouls übersahen. «Es kommt ein Pfiff und man fragt sich, was war denn jetzt. Und man fragte sich ständig, um was es jetzt gerade ging», sagte Baldi. «Sie waren nicht in der Lage irgendeine Linie ins Spiel zu bringen.»
Nils Giffey vermutete, dass das Trio sich vom Spielbeginn zu sehr beeinflussen ließ. «Dadurch, dass Ludwigsburg am Anfang klar vorne lagen, wurde ihr Spielstil von den Referees so akzeptiert», sagte der Kapitän. So war die Partie geprägt von zahlreichen Unterbrechungen und «so konnte kein Spielfluss aufkommen», befand Luke Sikma.
Besonders vom erfahrenen Lottermoser hatte sich ALBA mehr erwartet. «Der gehört zu den besten Vier in Europa. Mehr muss man dazu nicht sagen», sagte Baldi. «Man weiß ja, wie Ludwigsburg spielt und man hat alle Möglichkeiten, sich auf so ein Spiel vorzubereiten.»
Aber durch einen guten Schlussspurt feierten die Berliner trotzdem den vierten Sieg im vierten Bundesligaspiel. Eine Verletzung trübte die Freude aber noch weiter. Im dritten Viertel bekam Peyton Siva ein Knie in die Rippen und musste anschließend ins Krankenhaus. Eine Diagnose beim US-Aufbauspieler stand zunächst noch aus.
Ein Berliner war nach der Partie allerdings glücklich. Nationalcenter Johannes Thiemann war im Sommer von Ludwigsburg an die Spree gewechselt. «Es war schön mal auf der anderen Seite zu stehen und in diesem Duell endlich zu gewinnen», berichtete er. Denn für ALBA war es bereits der zehnte Erfolg in Serie gegen die Schwaben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. Oktober 2018