Alba sucht vor Saisonstart nach Identität

Alba sucht vor Saisonstart nach Identität

Die Vorbereitung lief für Alba mehr als holprig. Zuletzt gab es zwei Testspielniederlagen, die ein Weckruf waren. Alle erwarten nun einen schweren Saisonauftakt gegen Jena.

ALBA Berlin

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Ein Spieler geht während einer Trainingseinheit im Trainingszentrum über das Logo der Mannschaft auf dem Boden.

Mit einer gewissen Unsicherheit startet ALBA Berlin am Samstag gegen Science City Jena (18.00 Uhr) in eigener Halle in die neue Saison der Basketball-Bundesliga. Denn eigentlich weiß niemand so recht, wo die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt leistungsmäßig steht. «Im Moment sind wir erst einmal auf Null. Wir müssen mit diesem Team erst noch unsere Identität finden», glaubt Kapitän Niels Giffey.
Denn die Vorbereitung lief für die Berliner alles andere als optimal. Bis zu dem Zeitpunkt der Verletzungen von Joshiko Saibou und Dennis Clifford und der Abstellung der vier Nationalspieler für ihre Auswahlteams, lief es gut, berichtet Trainer Aito Garcia Reneses. Als sie aber wieder zurückkehrten, «hatten sie alles vergessen», meinte der Spanier. Die Verantwortlichen hatten dieses Problem zwar erwartet, aber «wir haben es einfach nicht realisiert», gestand Sportdirektor Himar Ojeda.
Das Ergebnis waren zwei Testspielniederlagen Anfang der Woche in Spanien. Besonders der desolate Auftritt bei der 70:92-Pleite in Saragossa war dabei ein Weckruf. Vor allem in Sachen Einstellung. «Es war naiv von uns zu denken, wir fahren dort mal hin und haben ein leichtes Spiel», sagte Luke Sikma, wertvollster Liga-Spieler der Vorsaison. Aito fordert deshalb wieder mehr Konzentration und Einsatz von seinen Spielern. «Wir müssen die ganzen 40 Minuten mit voller Intensität spielen.»
ALBA muss sich seine spielerischen Grundlagen erst wieder erarbeiten. «Die letzten Pleiten haben gezeigt, dass wir vom spielerischen Rhythmus nicht einfach so an die letzte Saison anknüpfen können», meinte Giffey. Und Sikma ergänzte: «Es gibt noch viel zu tun. Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern.» Eine Verunsicherung soll so gar nicht erst entstehen.
Da ist es für die Berliner sehr hilfreich, gegen Jena vor eigenem Publikum zu starten. «Mit den Fans im Rücken ist es einfacher mit Fehlern umzugehen», glaubt Ojeda. Zudem erinnern sich die Spieler noch an das erste Heimspiel der zurückliegenden Saison. Da gab es eine überraschende Niederlage gegen Bremerhaven. Während ALBA das jüngste Team der Liga hat, kommt Jena mit einem der ältesten Teams. Vor den routinierten Thüringern sind die Berliner deshalb gewarnt. «Wir haben Respekt vor den ganzen alten Jungs, die das schon seit Jahren machen», sagte Giffey.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. September 2018