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Hamilton Leithauser

© Eventim

Hamilton Leithauser:
Upbeat-Pop zwischen Nostalgie und Progression
Ex-The Walkmen-Sänger erkundet individuelle Klangräume

Hamilton Leithauser ist dem Indie-Hörer bereits seit zwei Dekaden ein fester Begriff: als Frontmann und Vordenker der Independent-Schöngeister The Walkmen. In gut zehn Jahren entstanden sieben Alben, mehrere davon schafften es in die Top 30 der US-Billboard Charts; auch in Europa blicken The Walkmen auf eine treue Fanbasis. 2013 kündigte das Quintett eine lange Pause an, seither verfolgt Leithauser eine Solokarriere, die allem voran von grenzenloser Neugier, Experimentierfreude und dem Mut zu hemmungslosem Individualismus geprägt ist. Bislang erschienen drei Alben von und mit Leithauser, die stilistisch keine Grenzen kennen und wie selbstverständlich Genres und Klang-Ästhetiken aus sieben Jahrzehnten Musikgeschichte zusammenbringen. Nachdem das bislang letzte, von Feuilleton und Musikkritik geradezu hymnisch gefeierte Werk „I Had a Dream That You Were Mine“ bald vier Jahre zurück liegt, kündigt sich nun eine weitere Sound-Reise in den facettenreichen Leithauser-Kosmos an. Zwar wurden bislang weder Titel noch Erscheinungsdatum für den Nachfolger angekündigt; der neue, Anfang Februar veröffentlichte Song „Here They Come“ sollte aber ebenso als Vorbote auf das nächste Album-Abenteuer gewertet werden wie die kürzlich bestätigte, exklusive Deutschland-Show am 10. Juni in Berlin.

Es klingt nach Phrase, aber es ist schlicht die Wahrheit: Als, Texter, Komponist und Songwriter kann Hamilton Leithauser so ziemlich alles – außer gewöhnlich. Seit Beginn des Jahrtausends oszilliert er durch die Kunst- und Musik-Szene der US-Ostküste, immer wach und neugierig und stets auf der Suche nach dem Song, den man so noch nie gehört hat. Dabei ist der 41-jährige New Yorker kein Eigenbrötler und erst recht kein Einzelgänger: Seine zwar oft überraschende und ungewohnte, aber nie verkünstelte Musik entsteht meist aus der Kollaboration. Das Besondere an seiner Musik, die fleißig aus der Historie der Popmusik und alter Aufnahmetechnik schöpft und teils nahezu vergessenen Genres wie Doo-Wop, Swing, dem Rhythm'n'Blues der 60er oder dem Funk der frühen 70er neues Leben einhaucht, ist daher kein Selbstzweck, sondern das für ihn logische Ergebnis eines künstlerischen Dialogs zwischen Menschen mit sehr unterschiedlichen Geschmäckern und Vorlieben.

Zwei Jahrzehnte lang geschah dies in der Konstellation einer festen Band: Nach einer kurzen Phase als Frontmann der Band The Recoys verbrachte Leithauser zwölf Jahre an der Spitze der Garagerock-Erneuerer und Kritikerlieblinge The Walkmen. Seitdem ihrer Ankündigung einer unbestimmten Auszeit, sucht sich dieser Daniel Düsentrieb des Vintage-Recordings wechselnde kreative Gegenparts. Die bislang fruchtbarste und im Ergebnis außergewöhnlichste fand er in Rostam Batmanglij, zuvor Multiinstrumentalist bei den ebenfalls aus New York stammenden Indie-Heroen Vampire Weekend. Ihr gemeinsames Album „I Had a Dream That You Were Mine“, dessen Songs sie parallel komponierten und aufnahmen, ist eine einzigartige Balance aus den musikalischen US-Traditionen und einem postmodernen Gefühl für elektronische Klänge. Was im Studio bereits hervorragend funktionierte, entwickelte im Rahmen der anschließenden Tourneen noch einmal eine ganz besondere Magie. So ist es nicht überraschend, dass sich Leithauser mit dem Nachfolger viel Zeit ließ – die er erneut mit einer Reihe von Kollaborationen füllte, darunter Angel Olsen und Lana del Rey. Mit „Here They Come“ erschien nun ein erster, erstaunlich zutraulicher Vorgeschmack auf Kommendes; ob und mit wem Leithauser für das neue Album in einen kreativen Clinch ging, ist bislang zwar noch unbekannt – bis zu seiner Show in Berlin am 10. Juni dürften wir es aber sicher erfahren haben.

Laufzeit: Mo, 07.06.2021 bis Mo, 07.06.2021

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