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Wozzeck

ca. 1:40 h ohne Pause

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Wozzeck

Wozzeck – Bernd Uhlig

Wozzeck – Bernd Uhlig

Das ausweglose Drama eines geschundenen Menschen am unteren Ende der Gesellschaft: Der unermüdlich schuftende, aber trotzdem mittellose Soldat Wozzeck verliert immer mehr die Kontrolle über sein Leben und seinen Verstand. Ihn erfassen immer heftigere psychotische Schübe, bis er im Wahn auf seine Gefährtin Marie einsticht und sie tötet.

An all dem trägt Wozzecks Umfeld eine Mitschuld: Wegen seiner unehelichen Beziehung samt Kind wird er von seinem Vorgesetzten gedemütigt, von einem Doktor für medizinische Experimente missbraucht, schließlich von Marie mit dem ranghöheren Tambourmajor betrogen. All das löst die Spirale seiner Wahnvorstellungen erst mit aus. Es war ein historischer Kriminalfall aus dem frühen 19. Jahrhundert, der erstmals in der Rechtsgeschichte die Frage nach pathologisch bedingter Schuldunfähigkeit aufwarf und der Georg Büchner zu seinem Schauspiel anregte. 1837 durch den frühen Tod des revolutionär gesinnten Schriftstellers als Fragment hinterlassen, fand es erst 1913 den Weg auf die Bühne. Eine Theateraufführung war es wiederum, die Alban Berg auf das Sujet der ersten abendfüllenden atonalen Oper überhaupt brachte. Ihm gelang eine aufwühlende, expressionistische Partitur, die einerseits exakt durchkonstruiert ist, andererseits eine elementare Wucht entfaltet. Seit seiner Uraufführung 1925 an der Staatsoper Unter den Linden gilt Wozzeck als Meilenstein der Moderne. Andrea Breths packende Inszenierung, eine messerscharfe Versuchsanordnung der Mechanik des Bösen, ist nun erstmals wieder Unter den Linden zu erleben.

ca. 1:40 h ohne Pause

Künstler/Beteiligte: Alban Berg (Komponist/in), dem Dramafragment „Woyzeck“ von Georg Büchner (Autor/in)

Laufzeit: So, 14.12.2025 bis So, 04.01.2026

1. AktFünf Charakterstücke

1. SzeneWozzeck rasiert den Hauptmann. Der Hauptmann verstrickt Wozzeck in ein Gespräch über Zeit und Ewigkeit, Tugend und Moral und macht ihm Vorwürfe wegen seines unehelichen Kindes. Wozzeck erklärt, dass existentielle Not und Tugend unvereinbar seien.

2. SzeneWozzeck arbeitet mit seinem Kameraden Andres. Während Andres ein Jägerlied singt, hat Wozzeck apokalyptische Visionen.

3. SzeneMarie bestaunt den vorbeiziehenden Tambourmajor. Ihre Nachbarin Margret verspottet sie mit anzüglichen Bemerkungen. Marie singt ihrem Kind ein Wiegenlied. Kurz darauf kommt Wozzeck. Verstört erzählt er Marie über seine Visionen. Sein Zustand ängstigt Marie.

4. SzeneWozzeck stellt sich dem Doktor für ein kleines Zuverdienst als Versuchsobjekt für medizinische Experimente zur Verfügung. Der sieht in Wozzecks psychischer Konstitution nur eine interessante Nebenerscheinung seiner Ernährungsexperimente.

5. SzeneNach anfänglichem Zögern gibt sich Marie dem Tambourmajor hin.

2. AktSymphonie in fünf Sätzen

1. SzeneMarie betrachtet die Ohrringe, die ihr der Tambourmajor geschenkt hat und fühlt sich dabei von dem Kind gestört. Als Wozzeck überraschend auftaucht, begegnet sie seinem Misstrauen mit Ausflüchten. Wozzeck händigt Marie seinen Lohn aus. Marie hat Schuldgefühle.

2. SzeneDer Doktor und der Hauptmann begegnen sich auf der Straße. Den vorbeihetzenden Wozzeck verunsichern sie bezüglich Maries Treue. Bestürzt rennt Wozzeck davon.

3. SzeneWozzeck sucht Marie auf. Provozierend weicht Marie Wozzecks Fragen nach dem Tambourmajor aus. Auf Wozzecks Drohungen hin reagiert sie kalt. Wozzeck verliert den Halt unter den Füßen.

4. SzeneIn einem Wirtshaus sieht Wozzeck, wie Marie eng umschlungen mit dem Tambourmajor tanzt. Ein betrunkener Handwerksbursche hält eine Predigt über die Existenz des Menschen. Der Narr ahnt eine kommende Gewalttat voraus.

5. SzeneIn der Kaserne findet Wozzeck keinen Schlaf. Der betrunkene Tambourmajor demütigt Wozzeck, indem er mit der Eroberung Maries prahlt und ihn zusammenschlägt.

3. AktFünf Inventionen

1. SzeneMarie, geplagt von ihrem schlechten Gewissen, liest in der Bibel die Geschichte der Ehebrecherin Maria Magdalena. Als ihr Kind erwacht, erzählt sie ihm ein bitteres Märchen. Dann betet sie und bittet um Erbarmen.

2. SzeneWozzeck ist mit Marie an einem entlegenen Platz. Sie erinnern sich an die gemeinsam verbrachte Zeit. Plötzlich ersticht Wozzeck Marie.

3. SzeneWozzeck ist in eine Schenke gegangen. Er tanzt mit Margret. Margret entdeckt Blut an ihm. Wozzeck flieht.

4. SzeneVergebens sucht Wozzeck das Messer, um die Tat zu verdecken. Der Doktor und der Hauptmann gehen vorüber.

5. Szene

Das Kind von Marie und Wozzeck erfährt vom Tod seiner Mutter. Es spielt mit seinem Steckenpferd weiter.

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

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