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Tosca

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  • Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Martina Serafin, Jorge de Leon, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Martina Serafin, Jorge de Leon, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Alvaro Zambrano, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Alvaro Zambrano, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Bryn Terfel, Martina Serafin u. a. Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Bryn Terfel, Martina Serafin u. a. Marcus Lieberenz

  • Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Martina Serafin, Bryn Terfel Marcus Lieberenz

  • Tosca – Bryn Terfel, Martina Serafin Marcus Lieberenz
    2013 Marcus Lieberenz

    Tosca – Bryn Terfel, Martina Serafin Marcus Lieberenz

  • Tosca – Ivan Inverardi Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Ivan Inverardi Bettina Stöß

  • Tosca – Anja Harteros Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Anja Harteros Bettina Stöß

  • Tosca – Anja Harteros, Massimo Giordano Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Anja Harteros, Massimo Giordano Bettina Stöß

  • Tosca – Anja Harteros, Massimo Giordano Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Anja Harteros, Massimo Giordano Bettina Stöß

  • Tosca – Anja Harteros, Ivan Inverardi Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Anja Harteros, Ivan Inverardi Bettina Stöß

  • Tosca – Anja Harteros Bettina Stöß
    2013 Bettina Stöß

    Tosca – Anja Harteros Bettina Stöß

  • Tosca – Nadja Michael als Tosca, Jonas Kaufmann als Cavaradossi (Besetzung der Saison 2008/2009) Bettina Stöß
    2009 Bettina Stöß

    Tosca – Nadja Michael als Tosca, Jonas Kaufmann als Cavaradossi (Besetzung der Saison 2008/2009) Bettina Stöß

  • Ivan Inverardi singt „Te Deum“ aus TOSCA – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    Ivan Inverardi singt „Te Deum“ aus TOSCA – Ruth Tromboukis

  • Eine Einführung zu Tosca – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    Eine Einführung zu Tosca – Ruth Tromboukis

  • Sondra Radvanovsky singt „Vissi d'arte, vissi d'amore“ aus TOSCA – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    Sondra Radvanovsky singt „Vissi d'arte, vissi d'amore“ aus TOSCA – Ruth Tromboukis

  • Fünf Cellisten spielen Tosca – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    Fünf Cellisten spielen Tosca – Ruth Tromboukis

  • 50 Jahre „Tosca“ in der Inszenierung von Boleslav Barlog – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    50 Jahre „Tosca“ in der Inszenierung von Boleslav Barlog – Ruth Tromboukis

  • Giacomo Puccini: Tosca – Ruth Tromboukis
    Ruth Tromboukis

    Giacomo Puccini: Tosca – Ruth Tromboukis

Die literarische Vorlage zu Puccinis „Folteroper“ (Oskar Bie) lieferte Victorien Sardou (1831–1908) mit seinem erfolgreichen Theaterstück LA TOSCA, das 1887 in Paris mit Sarah Bernhardt in der Titelrolle uraufgeführt wurde. Nachdem Puccini 1889 das Stück auf einer Tournee in Mailand erlebt hatte, war er auf Anhieb begeistert von dem Stoff. Aber der TOSCA-Plan bleibt zunächst sechs Jahre liegen, bis Puccini, vermutlich angeregt durch eine weitere Aufführung des Sardou-Dramas in Florenz und durch Luigi Illicas Arbeit an einem TOSCA-Libretto für den Komponisten Alberto Franchetti (1860–1942), Interesse an dem Stoff findet. Nach einer „Verschwörung“ zwischen Puccini, Illica und Ricordi gelingt es dem Verleger, Franchetti zur Aufgabe seines TOSCA-Projektes zu bewegen und Puccini die Vertonungsrechte zu überlassen.

Wie in allen Opern Puccinis zeigt auch TOSCA, wie menschliche Aufmerksamkeit und kulinarisches Vergnügen einander bedingen können, wenn die künstlerischen Intentionen des Komponisten zum Maßstab der Interpretation werden. Der Aufschrei wie die Resignation sind die wesentlichen Bedingungen der humanen Aufmerksamkeit Puccinis: Das Mitleid, das er komponierte, begnügt sich nicht mit abstrakten Gesten, sondern zielt auf Unruhe, auf Veränderung. Aus den »kleinen Dingen«, die Puccini mit modernem Understatement als seinen Gegenstand bezeichnete, werden „große“, sofern wir das nur wollen. Der Zusammenhang zwischen Puccinis direkt und indirekt vom Geist Zolas, Hauptmanns und Gorkis beeinflusster Stoffwahl und seiner Kompositionsweise zeigt ihn gleichermaßen als Nachfolger Verdis wie als Vertreter des Verismo. Bekanntlich war er ein großer Wagner-Verehrer, aber alles andere als ein Epigone. Vielmehr schuf er eine sehr persönliche Verbindung aus einigen Errungenschaften beider. Alle gewonnenen Verfeinerungen der Harmonie und alle Differenzierungen der Instrumentation verarbeitend, erlöste er dennoch die Stimme aus der orchestralen Verflechtung und gab ihr zugleich ein weitaus gebrocheneres, klangsensibleres Accompagnato im Orchester als der radikale Lakoniker Verdi. Dafür steht auch die ästhetische Thematik der TOSCA. Der musikalische Gestus ist ebenso brutal wie zärtlich, intelligent wie sentimental, präzise wie träumerisch. Puccini möchte unbedingt Lebenswahrheit, Genauigkeit auch des musikalischen Details, soziale Aufmerksamkeit, den poetischen Klang des scheinbar Alltäglichen, das Heroische mit Kalkül, den Kontrast zwischen engagierter Leidenschaft und kühler Distanz.

Der Polizeichef Scarpia, die Sängerin Floria Tosca und der Maler Cavaradossi beanspruchen Freiheit in jeder persönlichen Variante: als dynamisch-subjektiven Machtanspruch (Scarpia), als auf Veränderung zielendes rebellisches Ethos (Cavaradossi), als private, schlichte und zugleich grenzenlose Liebe (Tosca).

In einer Zeit epochaler Umwälzungen gewinnen solche Haltungen exemplarische Sinnfälligkeit. Je nachdem, wie wir uns und Puccini in dieser Zeit begreifen, bleibt TOSCA eine Schauerromanze oder gerät zum Menetekel des Themas „Freiheit“. Jedenfalls bezahlt jeder der konträren Partner diese Dreiecksgeschichte mit dem Tod. Ihr Sterben nimmt keine Erlösungsgloriole für sich in Anspruch, sondern ist bitter, entsetzlich, definitiv.

Götz Friedrichs 1987 vorgenommene Neueinstudierung von Boleslaw Barlogs geradliniger und auf szenische Konkretheit bedachter Inszenierung aus dem Jahr 1969 nimmt die Intentionen Puccinis beim Wort – die gegenseitige Bedingtheit von menschlicher Aufmerksamkeit und kulinarischem Vergnügen wird von der Musik inspiriert zum Ausgangspunkt auch der szenischen Interpretation.

3 Stunden 15 Minuten / Zwei Pausen

Künstler/Beteiligte: Ivan Repusic (Musikalische Leitung), Boleslaw Barlog (Inszenierung), Filippo Sanjust (Bühne, Kostüme), Thomas Richter (Chöre), Christian Lindhorst (Kinderchor), Carmen Giannattasio (Tosca), Marco Berti (Mario Cavaradossi), Ambrogio Maestri (Scarpia), Samuel Dale Johnson (Angelotti), Padraic Rowan (Der Mesner), Andrew Dickinson (Spoletta), Patrick Guetti (Sciarrone), Tyler Zimmerman (Ein Schließer), Kinderchor der Deutschen Oper Berlin (Chöre), Chor der Deutschen Oper Berlin (Chöre), Orchester der Deutschen Oper Berlin (Orchester)

Laufzeit: Do, 02.06.2022 bis So, 05.06.2022

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Der Kinderchor wird unterstützt von Engel & Völkers und Dobolino e. V.

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

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Samstag, 02. April 2022, 16:00 Uhr
Ort:
Stadttheater Köpenick (im Hauptmannsklub)
Adresse:
Wendenschloßstraße 103, 12559 Berlin-Köpenick
Preis:
ab 14,61 €
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