Strawinsky

»Ich bin der Ansicht, dass die Musik ihrem Wesen nach unfähig ist, irgendetwas ›auszudrücken‹, was es auch sein möge: ein Gefühl, eine Haltung, einen psychologischen Zustand, ein Naturphänomen oder was sonst.

Promo

Der ›Ausdruck‹ ist nie eine immanente Eigenschaft der Musik gewesen, und auf keine Weise ist ihre Daseinsberechtigung vom ›Ausdruck‹ abhängig.«, so die Überzeugung des Komponisten Igor Strawinsky, der nicht nur die Musik, sondern auch die Welt des Tanzes zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte.Kompromisslos in seinen Überzeugungen provozierte er seine Zeitgenossen nicht nur mit seinen Ansichten, sondern auch mit seinen Kompositionen. Die Ballets Russes haben eine ganze Reihe seiner Werke zur Uraufführung gebracht, darunter das Ballett PETRUSCHKA und das revolutionäre FRÜHLINGSOPFER, das als LE SACRE DU PRINTEMPS in Paris für Aufruhr sorgte. Das Staatsballett Berlin präsentiert diese beiden Schlüsselwerke der Tanz- und Musiktheater-Geschichte in zwei jüngeren Inszenierungen.PETRUSCHKA gelangt in der Interpretation von Marco Goecke (2016 für das Ballett Zürich entstanden) in den Berliner Spielplan. Der namhafte Choreograph hat seinen Zugang über die Psychologie der Figuren gefunden: »Tanz ist für mich über die reinen Bewegungen hinaus immer auch eine seelische Angelegenheit.«, so äußert er sich und befasst sich mit der Figur des Petruschka. Die zentrale Figur des russischen Balagan, des Jahrmarktheaters, hat seine Sympathie, und in seiner Choreographie beschäftigt er sich mit dem Außenseitertum, das er in ihm entdeckt.Demgegenüber Pina Bauschs DAS FRÜHLINGSOPFER (1975), ihre letzte, im engeren Sinn durchchoreographierte Arbeit. Eng hält sie sich dabei an das Libretto, verlegt jedoch das heidnische Ritual ins Hier und Jetzt. Bühne und Kostüme von Rolf Borzik abstrahieren Ort und Zeit des Geschehens und verleihen dem Stoff gleichzeitig eine sinnliche Präsenz. Die mit Torf belegte Bühne fordert die Tänzer:innen bis an ihre physischen Grenzen. Tanzen muss man im Verständnis von Pina Bausch buchstäblich um sein Leben.Eine Koproduktion des Staatsballetts Berlin und der Pina Bausch Foundation

Künstler/Beteiligte: Marco Goecke (Choreographie), Igor Strawinsky (Musik), Michaela Springer (Bühne und Kostüme), Udo Haberland (Licht), Michael Küster (Dramaturgie), Tänzer:innen des Staatsballetts Berlin, Pina Bausch (Inszenierung und Choreographie), Rolf Borzik (Bühne und Kostüm), Hans Pop (Mitarbeit)

Laufzeit: Sa, 10.06.2023 bis Sa, 24.06.2023

Tickets für diesen Termin buchenOnline bestellen

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Tram
Regional­bahn

Alle Termine und Tickets

5 von insgesamt 5 Terminen

Alternative Veranstaltungen

 – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Die Rache der Fledermaus

Pünktlich zum 75. Geburtstag sind die Geschwister Pfister, mit Johann Strauss’ Die Fledermaus , zurück – jenem Werk, mit dem Walter Felsenstein 1947 das Haus an der Behrenstraße eröffnete. mehr

Nächster Termin:
Die Rache Der Fledermaus - Nach Die Fledermaus Von Johann Strauss - Premiere
Termin:
Freitag, 10. Februar 2023, 19:30 Uhr (6 weitere Termine)
Ort:
Komische Oper Berlin
Adresse:
Behrenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte
Preis:
ab 31,35 €
Online bestellen
 – Jan Windszus Photography
Jan Windszus Photography

Hamlet

William Shakespeares Tragödie Hamlet als intimer Blick in die inneren Zerrissenheiten seiner prominenten Hauptfiguren Hamlet und Ophélie in einer ebenso poetischen wie grandiosen Repräsentantin der französischen Oper Ende des 19. Jahrhunderts. Nur zwei... mehr

Nächster Termin:
Oper von Ambroise Thomas - Premiere
Termin:
Sonntag, 16. April 2023, 18:00 Uhr (7 weitere Termine)
Ort:
Komische Oper Berlin
Adresse:
Behrenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte
Preis:
ab 63,55 €
Online bestellen

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.