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Les Vêpres Siciliennes

Regisseur Olivier Py bei Proben – Bettina Stöß

Bettina Stöß

Regisseur Olivier Py bei Proben – Bettina Stöß

„Einen großartigen, leidenschaftlichen und originellen Stoff“ verlangte Verdi für die erste Oper, die er für die Pariser Opéra schreiben sollte. Was ihm der Starautor Eugène Scribe schließlich lieferte, war darüber hinaus ein Libretto von ähnlicher politischer Brisanz wie die Texte der Grand opéras Giacomo Meyerbeers, mit dem Scribe zuvor für LES HUGUENOTS und LE PROPHETE zusammengearbeitet hatte. Denn wie diese behandelte LES VÊPRES SICILIENNES ein Thema, das zwar vordergründig historisch, zugleich aber auch hoch aktuell war. Der unter dem Titel „Sizilianische Vesper“ bekannte Aufstand der Sizilianer gegen ihre französischen Besatzer 1282 ließ sich ohne weiteres mit dem prominentesten Expansionsprojekt Frankreichs um die Mitte des 19. Jahrhunderts kurzschließen: der 1830 begonnenen Eroberung und Kolonisierung Algeriens, die gleichfalls von kontinuierlichen, blutig niedergeschlagenen Aufständen begleitet war. Dieser Bezug bildet auch den Ansatz für die Inszenierung des französischen Regisseurs Olivier Py, der sein Gespür für den Umgang der Grand opéra mit politischen Stoffen an der Deutschen Oper Berlin bereits an Meyerbeers LE PROPHETE gezeigt hat: Die französische Besetzung Algeriens von der Zeit Verdis bis in die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts bilden den Rahmen für seine Erzählung dieser Geschichte, mit der Verdi nach LA TRAVIATA und RIGOLETTO wieder den Fokus seiner Musikdramen erweitert: Nicht mehr nur um das Schicksal des Einzelnen, sondern um seinen Bezug zum Wohl und Wehe ganzer Völker geht es in LES VÊPRES SICILIENNES, bedingungsloser Hass, Versöhnungswille und der Zwiespalt zwischen diesen Extremen bestimmt das Handeln der Hauptfiguren ebenso wie die Aktionen der Besatzer und der Unterdrückten.

An der Deutschen Oper Berlin wird das Werk, das lange im Schatten der anderen großen Verdi-Opern stand, nicht in der lange Zeit üblichen italienischen Adaption, sondern in der französischen Urfassung von 1855 aufgeführt. Am Pult steht der Erste Gastdirigent der Deutschen Oper Berlin, Enrique Mazzola, der bereits für seine Dirigate von Meyerbeers LE PROPHETE, VASCO DA GAMA und DINORAH enthusiastisch gefeiert wurde.

3 Stunden 45 Minuten / Eine Pause

Künstler/Beteiligte: Enrique Mazzola (Musikalische Leitung), Olivier Py (Inszenierung), Pierre-André Weitz (Bühne, Kostüme), Bertrand Killy (Licht), Jeremy Bines (Chöre), Jörg Königsdorf (Dramaturgie), Saioa Hernández (Hélène), Gina Perregrino (Ninetta), Piero Pretti (Henri), Thomas Lehman (Guy de Montfort), Roberto Tagliavini (Procida), Andrew Dickinson (Danieli), Jörg Schörner (Mainfroid), Joel Allison (Robert), Michael Kim (Thibaut), Andrew Harris (Le Sire de Béthune), Byung Gil Kim (Le Comte de Vaudemont), Orchester der Deutschen Oper Berlin (Orchester), Chor der Deutschen Oper Berlin (Chöre), Opernballett der Deutschen Oper Berlin (Ballette)

Laufzeit: So, 20.03.2022 bis Sa, 25.06.2022

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

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