Fidelio

Beethovens "Fidelio" zählt zu den zentralen Opernwerke der Klassik. Eindrucksvollen Momenten bleiben in der Erinnerung haften: die großen Arien Leonores und Florestans, das die Rettung verkündigende Trompetensignal, der Gefangenenchor sowie das grandiose Freudenfinale.

Bild 1
  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

  •  – Bernd Uhlig
    Bernd Uhlig

    – Bernd Uhlig

Als Mann verkleidet, verdingt sich Leonore in einem Staatsgefängnis nahe von Sevilla, wo sie ihren Gatten Florestan vermutet. Seit zwei Jahren schon ist er verschwunden, zu Unrecht vom Gouverneur Pizarro im tiefsten Kerker gefangen gehalten. Leonore, über sich selbst hinauswachsend, fasst Mut zu einer couragierten Rettungstat. »Die Liebe wird’s erreichen«, so singt sie, bis sie in »namenloser Freude« mit Florestan wieder vereint ist.

Den Stoff zu seiner einzigen Oper entnahm Ludwig van Beethoven einem französischen Text aus der Feder von Jean Nicolas Bouilly, der, auf einer wahren Geschichte fußend, am Ende des 18. Jahrhunderts ein Libretto unter dem Titel »Léonore ou L’amour conjugal« verfasst hatte, das Pierre Gaveaux in Paris für ein Bühnenwerk vertonte. Lang war der Weg Beethovens zu einer endgültigen Fassung: 1805 und 1806 präsentierte er sein Werk ohne größere Resonanz im Theater an der Wien, um es mehrere Jahre später in gründlich überarbeiteter Form nochmals auf die Bühne zu bringen: 1814 im Kärntnertortheater mit manchen neuen Texten und manch neuer Musik. Im deutschsprachigen Raum, aber auch darüber hinaus avancierte Beethovens »Fidelio« zu einem der zentralen Opernwerke der musikalischen Klassik, mit einer plastischen Figurenzeichnung und eindrucksvollen Momenten, die in der Erinnerung haften bleiben: die großen Arien Leonores und Florestans etwa, aber auch das die Rettung verkündigende Trompetensignal, der Gefangenenchor mit seiner zwischen Hoffnung und Furcht schwankenden Stimmung sowie das grandiose Freudenfinale – »O welch ein Augenblick!«

Handlung

In einem Staatsgefängnis nahe Sevilla ist Florestan eingekerkert, seit zwei Jahren schon. Er hatte es gewagt, die Verbrechen von Don Pizarro aufzudecken, der als Gouverneur dem Gefängnis vorsteht. Von Florestan, den Pizarro willkürlich im untersten Verlies angekettet hält, darf nichts nach außen dringen. Leonore, die Ehefrau Florestans, hat die Suche nach ihrem vermissten Gatten jedoch noch nicht aufgegeben. Inständig hofft sie, ihn zu finden und befreien zu können. Als Mann verkleidet ist sie in die Dienste des Gefängniswärters Rocco getreten. Sie nennt sich Fidelio.

Erster Akt

Marzelline, Roccos Tochter, ist in Fidelio verliebt, der sich als tüchtiger Helfer erwiesen hat. Der Pförtner Jaquino, der Marzelline gerne heiraten möchte, hat das Nachsehen. Rocco wäre sehr froh, wenn Fidelio sein Schwiegersohn würde, Leonore hingegen fürchtet, in ihrer wahren Identität entdeckt zu werden und bei ihrem Vorhaben zu scheitern.
Don Pizarro erhält die Nachricht, dass der Minister auf dem Weg ist, um das Gefängnis zu untersuchen. Wenn herauskommt, dass er Florestan hier gefangen hält, wird er zur Rechenschaft gezogen werden. Pizarro beschließt, Florestan zu töten und danach alle Spuren zu verwischen. Rocco soll ihm dabei behilflich sein. Der Gefängniswärter weigert sich zwar, Florestan zu ermorden, im unterirdischen Gewölbe wird er aber das Grab bereiten.
Leonore hat von Pizarros Plänen erfahren. Mit allen Mitteln will sie die Tat vereiteln. Sie überredet Rocco, gemeinsam mit ihm in den verborgenen Kerker hinabsteigen zu dürfen, wo sie Florestan vermutet. Zuvor schon hat sie ihn dazu bewegen können, die Kerkertore für die »leichteren« Gefangenen zu öffnen; Florestan ist nicht darunter. Die Gefangenen genießen es, zumindest für einen kurzen Moment an Luft und Sonne zu sein, bevor Pizarro sie wieder einschließen lässt. Er dringt auf eine schnelle Erledigung der Angelegenheit, während Rocco und Leonore dem Fortgang des Geschehens mit Furcht entgegensehen.

Zweiter Akt

Tief unten im Kerker beklagt Florestan sein Schicksal, obwohl er sein Streben nach Wahrheit keineswegs bereut. In einer fieberhaften Vision erscheint ihm seine Frau Leonore.
Rocco und Leonore sind hinab gestiegen und beginnen damit, das Grab auszuheben. Noch hat Leonore nicht erkennen können, ob es sich bei dem Gefangenen tatsächlich um Florestan handelt. Dennoch will sie ihn unter allen Umständen retten. Florestan bittet um ein wenig Essen und Trinken; Rocco erfüllt ihm diesen vermeintlich letzten Wunsch.

Auf ein Signal Roccos erscheint Pizarro. Er gibt sich Florestan zu erkennen und schreitet zum Mord an seinem Gegner. In höchster Gefahr wirft sich Leonore schützend vor Florestan. Sie enthüllt, dass sie Florestans Gattin ist und zwingt Pizarro mit vorgehaltener Pistole zur Aufgabe. Ein Trompetensignal kündigt das Eintreffen des Ministers an. Pizarro wird nach oben geführt, Leonore und Florestan sind wieder glücklich vereint.

Im Beisein der Gefangenen und des Volkes verkündet der Minister Don Fernando, allen Fällen von Unrecht und Tyrannei nachgehen zu wollen. In dem vor ihm gebrachten Gefangenen erkennt er seinen Freund Florestan, den er tot glaubte. Rocco berichtet über das Geschehene, das die Anwesenden staunen macht, während Marzelline tief enttäuscht ist.Der Minister fordert Leonore auf, ihrem Mann die Ketten abzunehmen. Er gibt Florestan die Freiheit wieder, Pizarro aber wird er vor Gericht stellen. Alle spüren die Magie des Augenblicks und feiern die mutige Rettungstat Leonores.

Dauer: ca. 2:45 h, inklusive einer Pause nach dem ersten Akt

Laufzeit: Mi, 06.05.2020 bis So, 24.05.2020

Der Pygmalion-Effekt
© Evgeny Matveev

Tipp: The Pygmalion Effect

Die Geschichte des Künstlers, der sich in seine eigene Schöpfung verliebt, ist bereits vielfach in der Kunstwelt behandelt worden. Meisterchoreograph Boris Eifman präsentiert mit «The Pygmalion Effect» eine neue, subtile Interpretation des mystischen Stoffes. mehr

Tickets für diesen Termin buchen Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen

Nahverkehr

Bus
Tram

Alle Termine und Tickets

6 von insgesamt 6 Terminen

Alternative Veranstaltungen

La Bohème – Iko Freese / drama-berlin.de
Iko Freese / drama-berlin.de

La Bohème

Barrie Kosky hat mit Puccinis "La Bohème" ein Meisterwerk über das moderne Leben im Paris des 19. Jh. inszeniert – als Porträt einer Existenz zwischen Kunst, Liebessehnsucht und moderner Vereinzelung im Angesicht des Todes. mehr

Nächster Termin:
Oper Von Giacomo Puccin
Termin:
Samstag, 18. April 2020, 19:30 Uhr (9 weitere Termine)
Ort:
Komische Oper Berlin
Adresse:
Behrenstraße 55, 10117 Berlin-Mitte
Preis:
ab 51,55 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen
Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg – u. a. Clemens Bieber als Walther von der Vogelweide, Markus Brück als Wolfram von Eschenbach, Seth Carico als Biterolf, Gideon Poppe als Heinrich der Schreiber, Andrew Harris als Reinmar von Zweter, Emma Bell als Elisabeth, Albert Pesendorfer als Landgraf Hermann; Chor der Deutschen Oper Berlin Bettina Stöß
Bettina Stöß

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Erleben Sie Wagners berühmte Oper inmitten der malerischen Kulisse der Wartburg. mehr

Nächster Termin:
Tannhäuser
Termin:
Freitag, 01. Mai 2020, 18:00 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Deutsche Oper Berlin
Adresse:
Bismarckstraße 35, 10627 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 31,60 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen
Callas In Concert– „The Hologram“-Tour – Maria Callas
Concertbüro Zahlmann

Callas In Concert– „The Hologram“-Tour

Die legendäre Opernsängerin Maria Callas kehrt zurück auf die Bühne! mehr

Nächster Termin:
Callas In Concert - The Hologram Tour
Termin:
Samstag, 09. November 2019, 20:00 Uhr
Ort:
Admiralspalast
Adresse:
Friedrichstraße 101, 10117 Berlin-Mitte
Preis:
ab 68,45 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen
Monika Rittershaus

Violetter Schnee - Staatsoper Unter den Linden

Fünf Menschen sind eingeschlossen in einem unaufhörlichen Schneewehen. Die Zeit scheint stillzustehen. Wird das jemals enden? mehr

Nächster Termin:
Violetter Schnee
Termin:
Freitag, 10. Januar 2020, 19:30 Uhr (1 weiterer Termin)
Ort:
Staatsoper Unter den Linden
Adresse:
Unter den Linden 7, 10117 Berlin-Mitte
Preis:
ab 10,96 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen
Die Hugenotten – Siobhan Stagg als Marguerite von Valois, Yosep Kang als Raoul von Nangis Bettina Stöß
Bettina Stöß

Les Huguenots | Die Hugenotten

Die Hugenotten sind bis heute das berühmteste Werk Giacomo Meyerbeers. Das liegt bestimmt auch am spektakulären Thema der Oper: die Handlung dreht sich um das größte Massaker der europäischen Geschichte. mehr

Termin:
Sonntag, 02. Februar 2020, 16:00 Uhr (3 weitere Termine)
Ort:
Deutsche Oper Berlin
Adresse:
Bismarckstraße 35, 10627 Berlin-Charlottenburg
Preis:
ab 31,60 €
Ticket-Hotline Ticket-HotlineOnline bestellen

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.