Bär*in

Bär*in – Stan Hema

Stan Hema

Bär*in – Stan Hema

Ausgangspunkt des experimentellen Musiktheaters ist Nastassja Martins Roman „An das Wilde glauben“: Auf einer Forschungsreise in der sibirischen Wildnis begegnet die Anthropologin einem Bären, der sie ins Gesicht beißt und schwer verletzt: Dies ist der Beginn einer Transformation: Die Grenzen verschwimmen, sie ist halb Mensch, halb Bär – ein Zwischenwesen, in dem die Welten implodieren. Der multiperspektivische Abend verknüpft Nastassja Martins Erzählung und Berliner Stadtgeschichte aus Sicht der Bären zu einem dichten kompositorischen Netz. BÄR*IN ist ein hybrider Abend über Metamorphosen und eine Einladung dazu, unsere Welt als ein Gefüge zu betrachten, in der nicht nur der Mensch aktiver Handlungsträger ist … Inszenierung: Franziska Angerer
In der Uraufführung BÄR*IN beschäftigen sich der Komponist Arne Gieshoff und die Regisseurin Franziska Angerer mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Ausgangspunkt des experimentellen Musiktheaters ist Nastassja Martins Roman „An das Wilde glauben“: Auf einer Forschungsreise in der sibirischen Wildnis begegnet die Anthropologin einem Bären, der sie ins Gesicht beißt und schwer verletzt. Martins dramatische Krankheitsgeschichte ist zugleich der Beginn einer Transformation: Die Grenzen zwischen dem Bären und ihrer selbst, verschwimmen; sie ist nun halb Mensch, halb Bär – ein Zwischenwesen, in dem die Welten implodieren.

Auch die Geschichte Berlins ist eng mit dem Tier des Bären verwoben. Von 1939 bis 2015 lebten mehrere Generationen des Berliner Bärengeschlechts als lebende Wappentiere eingesperrt in einem Zwinger am Köllnischen Park. Ebenso wie die menschlichen Stadtbewohner, sind die Bären Teil der Stadt – doch ihre Perspektive bleibt meist ungesehen: Die erste Bärenfamilie kam im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs um, ihre Nachkommen erlebten eine Stadt im permanenten Wandel zwischen Nachkriegszeit, Teilung, Wiedervereinigung und dem Aufstieg zur Weltmetropole.

Der multiperspektivische Abend verknüpft Nastassja Martins Erzählung und Berliner Stadtgeschichte aus Sicht der Bären zu einem dichten kompositorischen Netz. BÄR*IN ist ein hybrider Abend über Metamorphosen und eine Einladung dazu, unsere Welt als ein Gefüge zu betrachten, in der nicht nur der Mensch aktiver Handlungsträger ist.

Die Regisseurin Franziska Angerer lebt und arbeitet in München. Engagements führten sie u. a. an das Staatstheater Darmstadt, das Residenztheater München, das Landestheater Tübingen und das SPIELART Theaterfestival in München. In ihren Arbeiten hinterfragt sie anthropozentrische Denkweisen und beschäftigt sich unter anderem mit der Theatralität von Objekten, Pflanzen und Tieren. Ihr besonderes Interesse liegt auf erweiterten Formen des Musiktheaters. Für die Regie des filmischen Musiktheaterprojekts DICHTERLIEBE von Christian Jost wurde sie mit dem Otto-Kasten-Preis 2021 des Deutschen Bühnenvereins und mit einer lobenden Erwähnung beim Götz-Friedrich-Preis 2021 ausgezeichnet.

Die Werke des Komponisten Arne Gieshoff wurden von Ensembles wie dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra und dem Collegium Novum Zürich aufgeführt. Sein Œuvre reicht von instrumentalen Kompositionen für verschiedenste Besetzungen bis zu installativen Konzepten, die mit spezifischen Orten interagieren und die gefundene Klangobjekte, Feldaufnahmen, interaktive Live-Elektronik sowie von Sänger*innen und Musiker*innen live erzeugte Klänge miteinbeziehen.

Künstler/Beteiligte: Arne Gieshoff (Komposition), David Wishart (Musikalische Leitung / Klavier / Harmonium), Franziska Angerer (Inszenierung), Valentina Pino Reyes (Bühne, Kostüme), Carolin Müller-Dohle (Dramaturgie), Maire Therese Carmack (Mezzosopran), Daniel Nicholson (Bariton), Frédéric Krauke (Performance), Eva Hüster (Schauspiel), Maximilian Hirning (Bass, Performance, Komposition), Franziska Amelie Schuster (Gesang, Klavier, Performance), Tim Sarhan (Schlagzeug, Performance)

Laufzeit: Mi, 21.06.2023 bis Sa, 01.07.2023

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Mit Unterstützung des Förderkreises der Deutschen Oper Berlin e. V.

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