Rio Reiser - Mein Name ist Mensch

Schauspielmusical von Frank Leo Schröder und Gert C. Möbius

Die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater nimmt die Produktion „Rio Reiser – Mein Name ist Mensch“ noch einmal ins Programm. Bereits im Herbst 2019 feierte das Stück seinen großen Erfolg.

© Eventim

Frank Leo Schröder und Gert C. Möbius, der Bruder Rio Reisers, haben das Musiktheaterstück für das Schiller Theater entwickelt, das ein sehr poetisches – auch im Sinne Rio Reisers – aufklärerisches Bild des Ausnahmekünstlers zeigt. Gemeinsam haben die beiden die politischen Umstände der damaligen Zeit noch genauer sichtbar gemacht und sind dabei insbesondere auf die Geschehnisse in Berlin eingegangen, denn: „Rio und Berlin, das sind zwei Dinge, die man in einem Atemzug nennt“, findet Schröder. Außerdem taucht die Geschichte eindringlicher und tiefer in Rios Privatleben ein und erzählt insbesondere seine Liebesbeziehungen intimer.

Zu Rio Reiser
Rio Reiser und seine Band „Ton Steine Scherben“ zeigten noch vor Udo Lindenberg, dass Rockmusik auch deutsch sein kann. Reiser schrieb keine Schlagertexte, die in Dieter Thomas Hecks „Hitparade“ landeten, seine Songs hatten gesellschaftliche Sprengkraft und lieferten den Soundtrack für den Aufbruch einer ganzen Generation. „Keine Macht für Niemand“ beispielsweise wurde lange Zeit nicht in westdeutschen Sendern gespielt, auch nicht so poetische Liebeslieder wie „Komm schlaf bei mir“ aus dem Jahre 1972. Immer noch denken viele, wenn sie den Namen Rio Reiser hören, an dessen krasse, aufrührerische Lieder und vergessen dabei seine verletzliche, zärtliche Seite, die beispielsweise in einem Tagebucheintrag vom 18. Januar 1974 zum Tragen kommt: „Mein Ziel ist die Liebe, wer sie sucht, von Herzen sucht, mit allen Kräften sucht, der wird sie finden... kein Panzer kann mich so beschützen wie die Liebe, heißer als alle Sonnen, heller als jeder Tag. Meine Hoffnung ist besser als jede Medizin. ...“, aber natürlich auch in vielen seiner Songtexte.

Jahrzehntelang wurde der Sänger in eine Schublade gepackt, aus der ihn auch seine Plattenfirma nicht zu befreien vermochte. Seit einigen Jahren jedoch wird auch den vielen anderen Facetten Rio Reisers Beachtung geschenkt.

Regie: Frank Leo Schröder; Musikalische Leitung: Juan Garcia; Bühne und Kostümbild: Matthias Müller; Kostüm: Claudia Töpritz; Choreografie: Marita Erxleben

mit Clemens Bigge, Frederic Böhle, Frédéric Brossier, Philip Butz, Kai Dannowski, Stine Fischer, Katrin Hauptmann, Fabian Hentschel, Gabriel Kähler, Daniel Splitt, Paul Tetzlaff/Daniel Klein

Künstler/Beteiligte: Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater

Laufzeit: Do, 23.06.2022 bis So, 24.07.2022

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