Friedrichstadt-Palast wird während Corona-Schließzeit saniert

Friedrichstadt-Palast wird während Corona-Schließzeit saniert

Um die coronabedingte Schließzeit des Friedrichstadt-Palastes effektiv zu nutzen, wurde eine für 2022 geplante Sanierungsmaßnahme vorgezogen.

Friedrichstadt-Palast

© dpa

Der Berliner Friedrichstadt-Palast bleibt noch mehrere Monate geschlossen. Bei erfolgreicher Ausschreibung im Juni und Juli könnte die Sanierung der Lüftungssysteme, welche zunächst für 2022 geplant war, im Zeitraum August bis Dezember 2020 durchgeführt werden. Der Spielbetrieb würde im Januar 2021 wiederaufgenommen werden.

Umsatzausfälle von rund 2 Millionen Euro pro Monat

Der Friedrichstadt-Palast bleibt wie alle staatlichen Bühnen der Stadt bis zum 31. Juli geschlossen. Normalerweise finanziert sich der Palast zu ca. 80 Prozent aus Eigenumsätzen und zu 20 Prozent aus Zuwendungen. Jeder Schließungsmonat verursacht Umsatzausfälle von rund 2 Millionen Euro und auch bei einer Wiedereröffnung – frühestens ab September – dürfte unter den derzeit gültigen Abstandsregeln ein wirtschaftlicher Spielbetrieb kaum möglich sein, da die Zahl der Sitzplätze deutlich eingeschränkt werden müssten.

Lederer: Aus der Not eine Tugend machen

Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer: «Mit dieser Variante machen wir aus der Not eine Tugend. Wir bringen die Lüftungssysteme des Palastes auf den neuesten Stand und wir überbrücken die Unwägbarkeiten der Pandemie, indem das Haus noch ein paar Monate länger geschlossen bleibt.» Da zudem die die Mittel für die Maßnahme bereits eingeplant wurden, erfolgt diese Lösung zur Überbrückung der Schließzeit laut Lederer ohne deutliche Mehrbelastungen für den Landeshaushalt.
Yanis Varoufakis
© dpa

Aktuelle Kulturnachrichten

Nachrichten und Hinweise aus der Berliner Kulturszene aus der Bereichen Kunst, Musik, Literatur, Theater und Film. mehr

Quelle: Senatsverwaltung für Kultur und Europa

| Aktualisierung: 4. Juni 2020