Eulenspiegel Verlagsgruppe meldet Insolvenz an

Eulenspiegel Verlagsgruppe meldet Insolvenz an

Die Berliner Eulenspiegel Verlagsgruppe hat wegen Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet.

Eulenspiegel Verlag

© dpa

Besucher sind am 26.03.2017 auf der Buchmesse Leipzig (Sachsen) mit orangefarbenen Papiertüten von der Eulenspiegel Verlagsgruppe mit den Zeichentrickfiguren Lolek und Bolek und der Aufschrift "ostfaktisch" unterwegs.

«Der Betrieb geht aber weiter, die Leute bekommen ihr Geld», sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Torsten Martini am 14. Dezember 2017 der Deutschen Presse-Agentur. Der Anwalt zeigte sich zuversichtlich, einen Investor zu finden. Der Verlag mit 13 Mitarbeitern agiere nicht nur in Ostdeutschland. «Er ist breiter aufgestellt, als man denkt.» Auslöser der finanziellen Schwierigkeiten soll eine Forderung der Verwertungsgesellschaft Wort sein, wie der «Tagesspiegel» berichtete.

«Wir geben alles»

Dies sagte eine Verlagssprecherin. In diesem Jahr seien rund 60 Bücher herausgegeben worden. Rund 1000 Lesungen jährlich würden organisiert. Die Lage kleiner Verlage werde aber immer schwieriger.

Eulenspiegel setzt auf primär auf Belletristik und Sachbücher

Nach eigener Darstellung haben sich in der Eulenspiegel-Gruppe mehrere kleinere Verlage zumeist mit linken oder DDR-Wurzeln zusammengefunden, die Belletristik und Sachbücher anbieten. Der Eulenspiegel Verlag und die Verlage Neues Leben und Das Neue Berlin schlossen sich nach 1990 zusammen. Fortgeführt wurden sie 1993 durch eine neue Verlagsgesellschaft. Hinzu seien weitere Gründungen, Kooperationen und Zukäufe gekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. Dezember 2017