Pianist Levit: Zuhören im Saal nicht wertvoller als online

Pianist Levit: Zuhören im Saal nicht wertvoller als online

In der Corona-Krise hat der Pianist Igor Levit täglich Konzerte aus seiner Wohnung gestreamt - und das Handy-Publikum ähnlich genossen wie das im Konzertsaal.

Pianist Igor Levit

© dpa

Der Pianist Igor Levit lächelt.

«Ich weiß, da sind Menschen, und die schenken mir das Wertvollste, was sie haben - ihre Zeit. Und das reicht», sagte Levit der «Berliner Zeitung» (05. September 2020). «Wer bin ich zu sagen, dass das Zuhören offline wertvoller ist als online?», fragte Levit.
Andere Musiker hätten die missglückte Frage gestellt, ob ihre Online-Zuhörer während des Konzerts auf der Toilette säßen. Levit bemerkte, diesen Kollegen würde er sagen: «Was bildest du dir ein? Die Leute können auf der Toilette sitzen oder wo auch immer: Sie hören dir zu. Hab mal ein bisschen Demut.»
Als die Konzerthäuser geschlossen waren, ist Levit nach eigenen Worten jeden Tag zweieinhalb Stunden Fahrrad gefahren. «Das Fahrradfahren ist für mich so eine Art Nebenbühne, auch ein Freiheitsort», sagte der Musiker. Er habe ein Zimmer voller Fahrräder, Rennräder und Mountainbikes.
Weiterbildung
© fizkes - stock.adobe.com

Livestreams und Online-Events

Konzerthäuser, Theater, Sportvereine und Bildungseinrichtungen haben die Herausforderung angenommen, die Berliner Bevölkerung trotz Social Distancing mit Kultur- und Lehrangeboten zu versorgen. mehr

Young Euro Classics
© dpa

Klassische Konzerte

Termine, Informationen und Vorverkauf von Eintrittskarten für klassische Konzerte in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. September 2020