Mario Barth verteidigt seine «Hauptstadthelden»

Mario Barth verteidigt seine «Hauptstadthelden»

Komiker Mario Barth (46) will sich seine Marke «Hauptstadthelden» nicht abjagen lassen. Seine Anwältin ließ dem Gericht kurz vor dem Prozesstermin zwei dicke Aktenordner zukommen, die beweisen sollen, dass er die Marke rege nutzt.

Mario Barth

© dpa

Der Komiker Mario Barth hält bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises 2018 eine Laudatio.

Poster, Tickets, T-Shirts, Plüschtiere, Magneten, Sparbüchsen - die vorsitzende Richterin Vera Drees zählte am Mittwoch einen Teil der mehrere Dutzend Produkte auf, auf der die Marke zu sehen sein soll. Eine Berlinerin hatte Barth verklagt und die Löschung der Marke beantragt. Barth verwende sie gar nicht, behauptete sie. Ihr Anwalt bekommt nun zwei Monate Frist, um den Inhalt der Aktenordner zu studieren und dazu Stellung zu nehmen.
Wozu seine Mandantin die Marke löschen lassen will, wollte ihr Anwalt nicht verraten. Die gegnerische Seite vermutet, dass Klägerin Nicole M. nur eine «Strohfrau» ist und es sich um eine Mitarbeiterin der Anwaltskanzlei handelt. Barth hatte sich den Begriff 2007 ordnungsgemäß als Marke schützen lassen. Warum dennoch der Vorstoß erfolgt, sie zu löschen, blieb rätselhaft. «Für Herrn Barth ist das natürlich ärgerlich», sagte seine Anwältin.
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Richterin Drees führte aus, dass die Marke in den geschützten Kategorien in den vergangenen fünf Jahren genutzt worden sein müsse, um ihren Schutz zu erhalten. Vor zwei Jahren hatte ein Spielzeughersteller in einem ähnlichen Fall dem Sportwagenhersteller Ferrari in Düsseldorf die Marke «Testarossa» löschen lassen. Ferrari konnte aus Sicht der Richter keine aktive Nutzung nachweisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. Juni 2019