Traum und Trauma

Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst

Bild 1
  • Traum und Trauma. Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst – Vasen-Teppich, Persien, um 1600, Wolle
    Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Johannes Kramer

    Traum und Trauma. Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst – Vasen-Teppich, Persien, um 1600, Wolle

  • Traum und Trauma. Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst – Brandfragmente eines Osmanischen Hofteppichs
    Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Anna Beselin

    Traum und Trauma. Wiedereröffnung der Teppichsäle im Museum für Islamische Kunst – Brandfragmente eines Osmanischen Hofteppichs

Teppiche islamischer Kulturen sind aus der europäischen Kulturgeschichte nicht wegzudenken. Als Zeugnisse des kontinuierlichen kulturellen Austauschs zwischen Europa und dem Nahen und Mittleren Osten, bilden sie auch einen Schwerpunkt in der Dauerausstellung des Museums für Islamische Kunst. Durch eine Neueinrichtung der Ausstellungssäle laden die farbenprächtigen Teppiche nun dazu ein, Herkunft und Historie der Sammlung mit allen Sinnen zu erfahren und einen Blick auf die aktuelle Arbeit mit den Teppichen zu werfen.
Die Ausstellung zeigt einige der ältesten Sammlungsstücke. Sie stammen aus dem ehemaligen Besitz des Museumsgründers, Wilhelm von Bode. Sein Interesse an der Islamischen Kunst als eigenständige und der europäischen gleichwertigen Kunstform war der Ursprung einer Sammlung, die bis heute Seltenheitswert hat, darunter Teppiche aus der heutigen Türkei, dem Iran und dem Kaukasus.
Erstmalig werden nun auch Teppiche gezeigt, die im Bombenhagel auf Berlin 1945 Brandschäden erlitten haben. Die Vernichtung bedeutender persischer Teppiche in diesem Jahr war ein schwerwiegender Sammlungsverlust. Eines der Fragmente ist der persische Tierteppich aus dem 16. Jahrhundert, der 1904 als erstes Kunstwerk unter der Nummer „I. 1“ inventarisiert wurde. Sehr charakteristisch ist auch der kaukasische Drachenteppich aus dem 16. Jahrhundert,  der über seine gesamte Länge von sechs Metern Brandspuren aufweist. Eine Duftstation mit einem eigens kreierten Geruch, der an verkohlte Wolle, Brandbomben und Chemikalien erinnert, bringt die Verluste dieser Zeit nahe. Und an Modellen zur Knüpftechnik können Besucherinnen und Besucher in Berührung mit den Knoten kommen.
Die Maßnahmen zum Erhalt der Teppichsammlung in der Nachkriegszeit werden den heutigen Arbeiten nach aktuellen konservierungsethischen und wissenschaftlichen Ansprüchen gegenübergestellt.
Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Alwaleed Philantrophies.

Laufzeit: seit Oktober 2018

Preisinformationen: Bereichskarte Museumsinsel: 18,00 €

Preis: 12,00 €

Ermäßigter Preis: 6,00 €

Informationen zum ermäßigten Preis: Bereichskarte Museumsinsel: 9,00 €

Findet hier statt:

Kunstausstellung "Die wilden 80er Jahre"
© dpa

Aktuelle Vernissagen

Kaum eine Stadt hat eine so lebendige Kunstszene wie Berlin. Eine besondere Art die Kunstwelt kennenzulernen sind Vernissagen, denn hier treffen Künstler, Galeristen und Kunstinteressierte zusammen. mehr

Alternative Veranstaltungen

Helmut Newton's Private Property – Raumansicht
Helmut Newton Foundation

Helmut Newton's Private Property

Unter dem Titel "Private Property" zeigt das Museums für Fotografie Newtons Kameras, seine eigene Foto- und Kunstsammlung, seine Bibliothek und Teile seines Büros in Monte Carlo sowie zahlreiche Publikationen der Fotografien von Helmut Newton. mehr

Online bestellen
Büste der Königin Nofretete, Neues Reich, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten, Um 1340 v. Chr.
© SMB / bpk / Jürgen Liepe

Altes Ägypten

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern. mehr

Online bestellen

Fragen zum Veranstaltungskalender beantwortet unsere Hilfe. Nutzungsbedingungen finden Sie unter Informationen zu unseren Partnern und Nutzungsbedingungen.