Die großformatige Installation ist seine erste Einzelpräsentation mit einer Berliner Institution und verbindet Film, Sound, Vibrationen und Licht zu einem immersiven Erlebnis.
Im Zentrum der Ausstellung in der Halle am Berghain steht ein Film, den Huyghe als „modernen Mythos“ beschreibt: Er verfolgt die Entstehung einer gesichtslosen, menschenähnlichen Figur, die verschiedene Zustände durchläuft und dabei zwischen Realität und Bewusstsein zu schweben scheint. Huyghe nutzt diese Erzählung als Allegorie für das Ungewisse und einen Schwellenraum, in dem sich Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt sowie zwischen lebender und unbelebter Materie auflösen.
Inhaltlich greift die Arbeit Konzepte aus der Quantenphysik auf: Wie ein Quantensystem vor der Messung in mehreren Zuständen zugleich existieren kann, zeigt auch „Liminals“ eine Realität, in der Möglichkeiten überlagert sind, bis sie sich zu einer einzigen Wirklichkeit verdichten. Für die Entwicklung tauschte sich Huyghe mit dem Quantenphysiker Tommaso Calarco und dem Philosophen Tobias Rees aus und bezog die Logik sowie Ergebnisse von Quantensystemen in Bild- und Soundebene ein.
Eine besondere Rolle spielen Klang und Vibration. Um eine dichte akustische Erfahrung zu erzeugen, arbeitete Huyghes Team unter anderem mit Forschenden des Forschungszentrums Jülich zusammen. Dabei wurden die im Film dargestellten Materialschwingungen auf einem 100-Qubit-Quantencomputer von Pasqal simuliert.
Öffnungszeiten: Freitag bis Montag von 13 bis 21 Uhr, Dienstag bis Donnerstag von 15 bis 21 Uhr
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 8 Euro
Laufzeit: Fr, 23.01.2026 bis So, 08.03.2026