Es zeigt eine französische Familie, die nach Brasilien
ausgewandert ist. Die Fotografien öffnen den Blick in die Vergangenheit –
schwarz-weiße Momentaufnahmen, festgehalten zur Erinnerung.
Das Album
ist in braunes Leder gebunden, auf dem Einband goldgeprägte Initialen. Wir
blättern darin. Wir vertiefen uns in die Vergangenheit. Wir? – Nein! Eine
künstliche Intelligenz.
Seit über zehn Jahren arbeitet die Künstlerin mit Maschinen, Rechnern,
Algorithmen und künstlicher Intelligenz. Fieres beauftragte eine KI, die
Fotografien anzusehen und zu interpretieren. Seit Jahren erforscht sie, wie
künstliche Intelligenz Bilder der Vergangenheit wahrnimmt. Dabei vergleicht sie
die Wahrnehmung von Mensch und Maschine und untersucht deren Wechselspiel.
Manchmal manipuliert Fieres die Wahrnehmung der KI, manchmal lässt sie sich auf
deren Sichtweise ein und erweitert damit ihre eigene. Gemeinsam mit der KI
taucht Fieres in Momente der Vergangenheit ein: Spurensuche und
Erinnerungsarbeit im virtuellen Coworking Space.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 14 bis 18 Uhr