Klasse und Masse

Die Welt griechischer Tonfiguren

Über Jahrhunderte hinweg wurden im antiken Griechenland und darüber hinaus Figuren aus gebranntem Ton hergestellt. Lange Zeit galten die Tonfiguren aufgrund von Material und Größe als billige Massenware ohne große Bedeutung.

Bild 1
  • Sogenannte Aphrodite Heyl, Detail
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

    Sogenannte Aphrodite Heyl, Detail

  • Sogenannte Aphrodite Heyl
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

    Sogenannte Aphrodite Heyl

  • Miniatur-Schrein mit Figuren des Gottes Hermes und zwei Frauen
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

    Miniatur-Schrein mit Figuren des Gottes Hermes und zwei Frauen

  • Matrize für eine thronende weibliche Figur mit moderner Ausformung, 480-470 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

    Matrize für eine thronende weibliche Figur mit moderner Ausformung, 480-470 v. Chr.

  • Sog. Dame in Blau, Detail, 335-330 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

    Sog. Dame in Blau, Detail, 335-330 v. Chr.

  • Weibliche Sitzfiguren, 510-480 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

    Weibliche Sitzfiguren, 510-480 v. Chr.

  • Frau am Backtrog, Detail, um 480 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

    Frau am Backtrog, Detail, um 480 v. Chr.

  • Weibliche Sitzfigur im Brautornat mit beweglichen Armen, Detail, 100-50 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Ingrid Geske

    Weibliche Sitzfigur im Brautornat mit beweglichen Armen, Detail, 100-50 v. Chr.

  • Figürliches Salbgefäß mit Darstellung des Erosknaben, 400-350 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

    Figürliches Salbgefäß mit Darstellung des Erosknaben, 400-350 v. Chr.

  • Geflügelter Liebesgott Eros, Detail, 2. Jh. v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Franziska Vu

    Geflügelter Liebesgott Eros, Detail, 2. Jh. v. Chr.

  • Thronende mit zwei Begleiterinnen, Detail, um 500 v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Kramer

    Thronende mit zwei Begleiterinnen, Detail, um 500 v. Chr.

  • Manteltänzerin, Detail, 2. Jh. v. Chr.
    © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Ingrid Geske

    Manteltänzerin, Detail, 2. Jh. v. Chr.

Dabei wirken die farbenfroh gefassten Figuren fast wie aus dem Leben gegriffen. Heute ist jedoch klar, dass sie im antiken Alltag stets eine wichtige Funktion hatten. Die Ausstellung „Klasse und Masse“ der Antikensammlung im Alten Museum legt den Fokus auf die Kontexte, in denen Tonfiguren verwendet wurden, und eröffnet somit neue Perspektiven auf dieses oft unterschätzte Medium.
In der Antike war Ton eines der wandelbarsten und am einfachsten zu bearbeitenden Materialien. Bis heute faszinieren die daraus gefertigten Figuren durch ihre oft noch erhaltene leuchtende Farbigkeit und den Detailreichtum der Darstellung.
Zwischen Massenware und Meisterwerk
Im Bestand der Berliner Antikensammlung befindet sich eine große Zahl sehr einfach gestalteter Terrakotten. Mithilfe von Abformungen konnten sie günstig und leicht kopiert bzw. variiert werden und waren daher auch für die einfache Bevölkerung erschwinglich. Doch auch bei der gesellschaftlichen Elite waren Tonfiguren beliebt, wie die sogenannte Aphrodite Heyl, ein wahres Meisterwerk antiken Kunsthandwerks, eindrucksvoll beweist.
Vielfältige Form – vielfältige Funktionen?
Vom Mythos bis zum Brotbacken wurden die unterschiedlichsten Themen in Ton gebannt. Terrakotten fanden sich in vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens: im Haushalt, im Heiligtum und auch im Grab. Die Funktion und Bedeutung der Tonfiguren in diesen Kontexten wird bis heute intensiv erforscht. Da die meisten Objekte im Museum aus dem Kunsthandel stammen und ihr genauer Fundort oft unbekannt ist, waren sie lange Zeit von diesen Diskussionen ausgeschlossen.
Die Welt griechischer Tonfiguren
Exemplarisch stellt die Ausstellung die unterschiedlichen Kontexte vor, in denen die Tonfiguren Verwendung fanden. In einem weiten zeitlichen und geographischen Rahmen wird so die Vielfalt antiker Terrakotten für die Besucher*innen erlebbar. Daneben werden auch Fragen nach der Herstellung und Rezeption dieses wirklichen „Massenmediums“ der Antike beleuchtet.
Eine Sonderausstellung der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin im Alten Museum

Laufzeit: Fr, 07.10.2022 bis So, 02.07.2023

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