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Issy Wood: Magic Bullet

Im Herbst 2025 präsentiert der Schinkel Pavillon „Magic Bullet“, die erste große Einzelausstellung der britischen Künstlerin Issy Wood in Deutschland.

Lobotomy goals study, 2025. Photographer: Damian Griffiths

– Lobotomy goals study, 2025. Photographer: Damian Griffiths

Mit über 25 Werken, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind, bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die sich weiterentwickelnde Praxis der Künstlerin in den Bereichen Malerei, Schreiben und Musik. Der Titel der Ausstellung ist Magic Bullet entnommen, einer neuen Publikation, die die Ausstellung begleitet und Tagebuchtexte zusammenfasst, die ursprünglich auf Woods Blog veröffentlicht wurden – einem intimen und fortlaufenden Schreibformat, das sie seit ihrer Jugend pflegt.

Issy Wood (*1993) hält unsere Welt in ihren verführerischen Gemälden fest – auf Leinwand, auf Instrumenten oder Möbeln, die mit glänzendem Samt bezogen sind – und schöpft dabei aus ihrer scharfsinnigen Beobachtung von Objekten, Ereignissen und den Abgründen des menschlichen Geistes. Ihre altmeisterlich anmutende Malerei schwankt zwischen Realismus und Surrealismus – ein Bildstil, der ebenso verstörend wie anziehend wirkt und den der New Yorker Kunstkritiker Barry Schwabsky als „perversen Realismus“ beschrieb.

Gerade durch – oder trotz – ihres bewussten Anachronismus in Motivwahl und Technik gelingt es Wood, die Stimmungen und Unsicherheiten ihrer Generation seismografisch einzufangen. Ihre hypermoderne Bildsprache speist sich aus iPhone-Screenshots, aber auch aus überholten Quellen wie Nachlasskatalogen oder Standbildern vergessener Filmklassiker. Obskure Fetische der Warenwelt, altmodische und modische Luxusobjekte oder archaische Totems werden in ihren Werken mit persönlichen Erfahrungen und Anspielungen aufgeladen – und schwanken, ähnlich wie ihre Blog-Bekenntnisse, zwischen Offenbarung und Verbergen. Dinge und Oberflächen fungieren als Stellvertreter für die ungreifbaren Ängste und Sehnsüchte der inneren und äußeren Welt, die in Woods vielschichtigen Bildwelten scharf aufeinanderprallen. 

Unterstützt von Leap Art Foundation, Carlos/Ishikawa, London und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Kuratiert von Lina Louisa Krämer.

Laufzeit: Do, 11.09.2025 bis Sa, 31.01.2026

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

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