Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach.

Bild 1
  • Joseph Beuys: DAS ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS, 1982/1983
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx / Thomas Bruns

    Joseph Beuys: DAS ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS, 1982/1983

  • Elmgreen & Dragset, Statue of Liberty, 2018, Detail
    © 2019 Elmgreen & Dragset, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Mathias Völzke

    Elmgreen & Dragset, Statue of Liberty, 2018, Detail

  • Elmgreen & Dragset, Statue of Liberty, 2018, Originalstück der Berliner Mauer, Geldautomat, Edelstahl, 298 x 149 x 148 cm ©
    © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 2019 Schenkung von Heiner Wemhöner, Herford an die Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie / die Künstler / Elmar Vestner

    Elmgreen & Dragset, Statue of Liberty, 2018, Originalstück der Berliner Mauer, Geldautomat, Edelstahl, 298 x 149 x 148 cm ©

Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection sowie der Sammlung Marzona. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

Joseph Beuys (Bis auf Weiteres)

Im Westflügel sind Hauptwerke von Joseph Beuys zu sehen, darunter Das Ende des 20. Jahrhunderts, Straßenbahnhaltestelle, Unschlitt und Richtkräfte einer neuen Gesellschaft. Seit 2016 findet die weltweit einmalige Präsentation großformatiger Skulpturen des deutschen Künstlers eine Erweiterung in der Kleihueshalle. Die jüngste Erwerbung des Sammlers Erich Marx, das Environment Das Kapital Raum 1970–1977, 1980 von Beuys für die Venedig-Biennale geschaffen, ist dort dauerhaft installiert. Die Arbeit bezieht sich, wie ihr Titel ausweist, auf die Begriffsarbeit von Beuys, vor allem auf seinen in Auseinandersetzung mit Karl Marx entwickelten neuen Kapitalbegriff. Beuys hatte in Gesprächen mit dem Publikum während der documenta 5 und 6 u.a. diesen Begriff herausgearbeitet, der sich nicht mehr auf das ökonomische, sondern auf das geistig-kreative Vermögen des Menschen bezog. Insofern hat Beuys die Kunst als modellhaften Ausdruck der Schöpferkraft (Kunst = Kreativität) mit dem Kapital (Kunst = Kapital) gleichgesetzt. Die 36 Tafeln an der Rückwand des Raumes legen Zeugnis von diesem diskursiven Prozess ab. Die auf dem Boden verteilten Instrumente, Gebrauchsgegenstände, getrocknete Gelatine und Tafeln beziehen sich auf zwei Aktionen, die Beuys 1970 in Basel und Edinburgh aufgeführt hatte.

Skulpturen im Außenraum (Bis auf Weiteres)

Im Außenraum vor und hinter dem Museumsgebäude sind Skulpturen und installative, zum Teil begehbare Arbeiten von Georg Baselitz, Urs Fischer, Robert Indiana, John Knight, Bruce Nauman und Franz West ausgestellt. Außerdem ist eine Lichtinstallation des US-amerikanischen Künstlers Dan Flavin zu sehen. Die Leuchtstoffröhren mit blauem und grünem fluoreszierenden Licht entwarf Flavin 1996 eigens für die Fassade und die historischen Seitenflügel des Museums.

Gruppenführung: Von den 1960ern bis zur Gegenwart

Was waren die elementaren Entwicklungen der Kunst seit den 1960er Jahren? Bei einem geführten Rundgang durch das Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof können sich Besucher anhand von Werken von Beuys, Warhol, Twonbly und anderen zeitgenössischen Künstlern auf Spurensuche begeben.

Hinweis: Die Führung ist für erwachsene Gruppen von bis zu 25 Personen geeignet und ist mindestens 14 Tage im Voraus zu buchen. 

Laufzeit: seit Mai 2022

Preisinformationen:

An jedem 1. Donnerstag im Monat von 16:00 bis 20:00 Uhr Eintritt frei.
Hamburger Bahnhof mit Sonderausstellungen 14,00 € / 7,00 €

Preis: 10,00 €

Ermäßigter Preis: 5,00 €

Gruppenführung: 80,00 € zzgl. Eintritt

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