#born to graff

Graffiti in Marzahn-Hellersdorf

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Hip-Hop-Jugendkultur in der DDR und ihre Verbindung zu Graffiti. Wie gingen Staat und Gesellschaft zu unterschiedlichen Zeiten damit um? Ist Graffiti politisch? Kunst oder Vandalismus?

Die Dessauer Breakdance Crew Syntonic Force mit backpiece, gemalt von Bork Schaetz alias Syntonic Bork, um 1988 – Die Dessauer Breakdance Crew Syntonic Force mit backpiece, gemalt von Bork Schaetz alias Syntonic Bork, um 1988. Foto: Archiv Nico Raschick / "Here We Come", Bernhard Schmidt (beatschmidt)

Foto: Archiv Nico Raschick / "Here We Come", Bernhard Schmidt (beatschmidt)

Die Dessauer Breakdance Crew Syntonic Force mit backpiece, gemalt von Bork Schaetz alias Syntonic Bork, um 1988 – Die Dessauer Breakdance Crew Syntonic Force mit backpiece, gemalt von Bork Schaetz alias Syntonic Bork, um 1988. Foto: Archiv Nico Raschick / "Here We Come", Bernhard Schmidt (beatschmidt)

Im Sommer 1985 kommt der Film Beat Street in den ostdeutschen Kinos. Er wird ein Riesenerfolg und markiert den Beginn einer Hip-Hop-Jugendkultur in der DDR. Die Popularisierung von Breakdance, aber auch von Graffiti als einem Element von Hip Hop, ist nicht mehr aufzuhalten. Eine Graffitiszene, die sich in Crews zusammenschließt und auf den Straßen sprüht, bildet sich jedoch erst nach dem Mauerfall. Marzahn und Hellersdorf bieten in den 1990er-Jahren die perfekten Voraussetzungen: Die zahllosen grauen Betonflächen und eine Jugend auf den Straßen, die nach Perspektiven und Identität sucht.

Was steckt hinter dieser Jugendkultur? Was trieb und treibt Jugendliche an, mehr oder weniger illegal den öffentlichen Raum in Anspruch zu nehmen? Wie gingen Staat und Gesellschaft zu unterschiedlichen Zeiten damit um? Ist Graffiti politisch? Kunst oder Vandalismus?

Die Ausstellung erzählt die Geschichte dieser Jugendkultur, die seit Jahrzehnten die Gemüter erhitzt, und erläutert Schlüsselbegriffe des Graffiti. Im Zentrum der Präsentation stehen zahlreiche Graffiti, die seinerzeit auf Wände, entlang von Bahnlinien und auf Züge gesprüht wurden. Sogar eine extra für diese Ausstellung angefertigte Graffitiwand ist zu sehen. Akteur:innen der Szene kommen in Texten, Hör- und Videostationen zu Wort, originale Objekte lassen den Zeitgeist der 1990er-Jahre wieder aufleben. Besucher:innen sind eingeladen, ihre Meinung zu Graffiti zu äußern und selbst künstlerisch aktiv zu werden. Erstmals stellt das Bezirksmuseum in einer Ausstellung auch Texte in leichter Sprache und Videos in Gebärdensprache bereit.

Laufzeit: Mo, 19.09.2022 bis So, 05.03.2023

Findet hier statt:

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