Internationale Wochen gegen Rassismus

11.03.2019 08:00

Veranstaltungen für Jugendliche und Erwachsene

Ein deutsches Klassenzimmer

Das deutsche Klassenzimmer
Bild: Jan Kammann

30 Schüler, 22 Nationen, 14 Länder und ein Lehrer auf Weltreise

Dienstag, 05.03.2019, 11:00 Uhr
Bibliothek am Wasserturm

Buchlesung für Jugendliche ab Klasse 8 anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus
Jan Kammann unterrichtet Englisch und Geografie in einer internationalen Vorbereitungsklasse in Hamburg. Im Klassenraum kommen Schüler*innen aus über zwanzig Nationen zusammen – aus Lebenswelten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Eines Tages ist ihm klar: Er will mehr über ihre Herkunft wissen und kennenlernen, was für sie bis vor Kurzem ihre Heimat war. Kammann nimmt sich ein Sabbatjahr und zieht los; im Gepäck jede Menge Tipps, Adressen und Reiseempfehlungen seiner Schüler*innen. Er erlebt den Alltag in Kuba, Nicaragua, Kolumbien, Südkorea, China, Russland, im Kosovo, in Albanien, Armenien, Iran und Ghana.
In seinem Buch erzählt Jan Kammann vom Lehrersein heute. Und von der Welt, in der er selbst ein Jahr lang zum Schüler wird – ein absolut origineller Blick auf Multikulti-Schulalltag heute und exklusive Einblicke ins Weltgeschehen durch die Augen einer internationalen Schulklasse. Gemeinsam mit seinem Buch und seinen Schüler*innen war er 2018 Gast bei der NDR-Talkshow.

Anmeldung: (030) 90295-3921, Frau Rüster

Präsentation des neuen arabischsprachigen Bestandes

Flyermotiv
Bild: BENN/Buch

Donnerstag, 07.03.2019, 10:00 Uhr
Stadtteilbibliothek Buch

Malworkshop und Lesungen
Helga Elsner Torres Mein Weg bis hierher
Zainab Alsairafi liest in Arabisch und Deutsch
Lesung von Nachbarinnen aus einem der neuen Bücher in Deutsch und Arabisch

In Zusammenarbeit mit BENN/Buch

Yidl mit`n Fidl, Sinto mit`n Bass

Karsten Troyke und Sinti Swing
Bild: Karsten Troyke und Sinti Swing, Pressefoto

Montag, 11.03.2019, 19:30 Uhr
Heinrich-Böll-Bibliothek

Konzert mit Sinti Swing Berlin & Karsten Troyke
Die musikalischen Ursprünge des Sinti-Swing liegen im Pariser Jazzclub Hot Club de France, wo sich Ende der dreißiger Jahre der berühmte Gitarrist Django Reinhardt und der Jazzgeiger Stephane Grappelli legendäre virtuose musikalische Duelle lieferten und weltweit mit ihrer Musik begeisterte Anhänger fanden. Sinti Swing Berlin führen diese Tradition seit mehr als 30 Jahren fort.
Gemeinsam mit dem bekannten Interpreten jiddischer Songs Karsten Troyke vereinen sie auf unnachahmliche Weise jiddischen Humor mit viel Sinti-Swing.
Im Vorfeld findet eine Podiumsdiskussion mit den Musikern statt.

Mit freundlicher Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung und der Integrationsbeauftragten von Pankow sowie weitere Förderer der Stadtbibliothek Pankow.

Poetry-Slam-Abend

Bildvergrößerung: Temye Tesfu
Bild: Valerio Moser

Mittwoch, 13.03.2019, 19:30 Uhr
Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek

Mit Temye Tesfu
moderiert von Claire Horst vom MBT Berlin*

Spoken-Word–Künstler, Dichter, Slam-Poet, Autor: Temye Tesfu ist seit vielen Jahren auf kleinen und großen Bühnen in ganz Deutschland unterwegs. Seine Texte haben Finesse und Tiefe und sprechen ernsthafte Themen wie Rassismus an. Diese bereitet er in seiner Performance künstlerisch auf und bricht gängige Klischees.
Der wiederholte deutschsprachige Vizemeister im Poetry Slam macht einfach Lust auf Sprache.
Mit freundlicher Unterstützung des mobilen Beratungsteams Berlins
www.mbt-berlin.de

Arno Zillmers open mic in der Wabe

WABE, 2019, Arno Zillmers Open Mic
Bild: Arno Zillmer, PR

Mittwoch, 13.03.2019, 20:00 Uhr | Eintritt: 5.00 Euro
WABE, Danziger Straße 101

Konzert: Arno Zillmer + Jade Pearl Baker

Text: Idole und Talente: Eine offene Bühne für Musiker*innen, Sprachkünstler*innen und Performer*innen. Ein Zusammenspiel von erfahrenen Musiker*innen und Nachwuchstalenten. Weitere Infos…

Django – Ein Leben für die Musik

Django-Film
Bild: Weltkino Filmverleih GmbH

Donnerstag, 14.03.2019, 19:30 Uhr
Heinrich-Böll-Bibliothek

Kino in der Bibliothek: Im Paris des Jahres 1943 wiegt sich der Jazzmusiker Django Reinhardt in Sicherheit. Obwohl er den Sinti angehört, ist er durch seine lebhafte Gypsy-Swing-Musik bei den Nazis beliebt. Aber als er nicht in Deutschland auf Tournee gehen will, muss er mitsamt seiner Familie in die Schweiz flüchten. Dabei erhält er Unterstützung von seiner Geliebten Louise. Doch sein Fluchtversuch bleibt nicht lange unbemerkt.
Regie: Étienne Comar, Frankreich 2017 ,
mit Reda Kateb, Cécile de France, Bea Palya u.a.

Im Vorfeld wird eine Dokumentation der ARD gezeigt.

Eintritt frei ! Reservierung möglich unter (030) 90295-3978

bild machen - Prävention in Sozialen Medien

Motiv des Flyers

Donnerstag, + Freitag 14./15.03.2019, 10:00 Uhr
Bettina-von-Arnim-Bibliothek

Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14–21 Jahren (Interne Veranstaltung für Schulklassen)
Die bildmachen-Workshops bieten Jugendlichen die Möglichkeit ihr eigenes digitales Nutzungsverhalten zu reflektieren, die Argumentationsstrategien islamistischer sowie rechtsextremistischer Akteur_innen in Sozialen
Medien zu erkennen, sich mit Themen wie Pluralismus, Religion und Diskriminierung auseinanderzusetzen sowie eigene Medienprodukte (Videos, Memes, GIFs, Podcasts etc.) zu erstellen.

ZIELE
Ziel ist es, Jugendliche darin zu stärken, eigene Perspektiven zu gesellschaftlichen, politischen sowie religiösen Fragen zu entwickeln und diese in Sozialen Medien einzubringen.

Ein Projekt von ufuq.de, Jugendkulturen, Islam& politische Bildung

Ausstieg rechts

Bus
Bild: Ines Schulze

Mittwoch 20.03.2019, 10:00 Uhr
Stadtteilbibliothek Karow

Film und Diskussion
Jugendliche und Erwachsene sind herzlich eingeladen, anhand eines Kurzfilms über Rassismus und Zivilcourage an einer Diskussion teilzunehmen.

In Kooperation mit Moskito e.V., Stadtteilzentrum Turm, Mamis en Movimiento e.V. und Buch & Karow in Bewegung.
Eintrit frei! Reservierung: (030) 90295-3978
In Kooperation mit dem KLAK-Verlag

Muscha

Muscha - Buchcover
Bild: Klak-Verlag

Mittwoch, 20.03.2019, 20:00 Uhr
Heinrich-Böll-Bibliothek

Autorenlesung mit Anja Tuckermann
Ein unvergesslicher Roman über einen Sinto-Jungen im Dritten Reich. Josef versteht nicht, warum er anders behandelt wird als alle. Warum sogar der Lehrer ihn schlägt und man ihm Schimpfworte hinterher ruft. Liegt das an seinen schwarzen Haaren? Dass seine Haut ein bisschen dunkler ist als die der anderen? Nicht einmal die Eltern wollen ihm sagen, warum. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfährt er die Wahrheit über seine Herkunft und seinen Namen.
„Welch ein Buch! Anja Tuckermann schreibt nicht Weltgeschichte, sondern schildert, wie Weltgeschichte in ein Leben sickert. Ihre unsentimentale Sprache macht das Traurige erträglich und Muscha unvergesslich.“ (aus: DIE ZEIT)
Autorenlesung für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.

Eintrit frei! Reservierung: (030) 90295-3978
In Kooperation mit dem KLAK-Verlag

Mehrsprachigkeit ist nicht sicht-, aber hörbar

Link zu: MaMis enmovimiento e.V.
Bild: MaMis en Movimiento e.V.

Donnerstag, 21.03.2019 / 9.30 Uhr
Bettina-von-Arnim-Bibliothek

Diskriminierung auf Grund der Sprache
In dem Workshop – anlässlich des 63. Jahrestages der Einführung des Internationalen Tages zur Überwindung von Rassendiskriminierung durch die UN – geht es um die alltäglichen Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit und Rassismus, um die Interkulturelle Kommunikation als tägliche Herausforderung.
Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, Widersprüche aufzeigen, kreativ reflektieren (in Wort und Tat) und ein Handlungsrepertoire erarbeiten, um das tägliche Miteinander verständlicher und friedlicher zu machen.
Die Veranstaltung richtet sich an Familien; Multiplikator*innen aus dem Bildungs-, Jugend- und Sozialbereich; aus den Migrantenorganisationen; Mitarbeiter*innen des öffentlichen Dienstes und der Familienarbeit; an alle, die im weitesten Sinne in der Integrationsarbeit tätig sind und sich für das Thema „Mehrsprachigkeit, Rassismus und Diskriminierung“ interessieren. Migrant*innen sind ganz besonders eingeladen, ihre Sichtweisen, Kenntnisse und Erfahrungen in die Diskussion mit einzubringen.

In Zusammenarbeit mit der MaMis en Movimiento e.V.

Buchstabengefühle – Eine poetische Einmischung

buchstabengefuehle
Bild: Verlag w_orten & meer gmbh

Donnerstag, 21.03.2019 19:30 Uhr
Janusz-Korczak-Bibliothek

Autorenlesung mit Stefanie-Lahya Aukongo

Buchstabengefühle ist ein Buch, das kollektive und persönliche Traumata in Buchstaben verwandelt. Die Gedichte und Texte handeln von einer Person, die begonnen hat, Widerwillen zu spüren und zu leben. Selten gereimt, immerzu poetisch begibt sich die Spoken Word-Poetin auf eine Reise dahin, ihre komplexen Diskriminierungserfahrungen erfühlbar zu machen. Welche Farbe hat dekolonialisierte Wut?
Wie kraftvoll kann die Verbindung zu den Ahnen sein?
Wieviel Liebe braucht es, wenn fünfhundertjähriges Schwarzes Trauma in den Knochen lagert? Diese Poesie vermag es zu beantworten. An jeder Ecke sind poetische Berührungspunkte zu finden und Stellen zu entdecken, wo meerestiefer Schmerz sich in Heilung verwandelt. Lahya (Stefanie-Lahya Aukongo) ist eine Schwarze, intersektionelle Freiberuflerin. Sie ist Künstlerin, Autorin, Poetin, Kuratorin, Multiplikatorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin. 2009 hat sie ihre Autobiografie „Kalungas Kind“ veröffentlicht. Seit 2014 kuratiert und moderiert Lahya die monatliche Spoken-Word-Veranstaltungsreihe „One World Poetry Night“ in Berlin. Zu viel für ein kurzes Leben? Ganz klar: Nein!
„Buchstabengefühle“ ist 2018 erschienen im Verlag w_orten & meer gmbh, Verlag für diskriminierungskritisches Handeln
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Afrika-Medien Zentrum e.V.

Eine Million gegen Rechts

Logo Wabe, 10 Grad

Mittwoch, 27.03.2019, 20:00 Uhr
WABE, Danziger Straße 101,

Strom & Wasser feat. Gisbert zu Knyphausen
Nach zwölfjähriger Bandgeschichte präsentiert sich STROM & WASSER angriffslustiger, spielfreudiger und bunter denn je:
Weitere Infos…

Heterotopie X3 - Installationen der Erinnerung

Bildvergrößerung: Heterotopie X3 Nino Pušija, Gabriele Senft, Landesarchiv Berlin (LAB)
Bild: Bild: Nino Pušija, Gabriele Senft, Landesarchiv Berlin (LAB)

11.03.2019 – 26.03.2019
Heinrich-Böll-Bibliothek

Ausstellung
Zu Verfolgung und Widerstand von Sinti und Roma gestern und heute
Kuratiert von Álvaro Garreaud
Künstlerische Umsetzung: Teobaldo Lagos Preller, Pamela Cuadros, Emanuel Barica, Slaviša Marković, Constanza Mendoza

In der Berliner Peripherie bringt uns das Denkmal an das Sinti-und Roma-Zwangslager in Marzahn in Kontakt mit Erinnerungen an Verfolgung und Widerstand zu Beginn des NS-Regimes. Die Gedenkstätte – neben dem Otto-Rosenberg-Platz – konfrontiert uns mit den schrecklichen Erfahrungen jener hunderter Familien, die 1936 anlässlich der von den Nazis ausgerichteten Olympischen Spiele verfolgt, interniert, zur Arbeit gezwungen und dann in verschiedene Konzentrationslager in Europa deportiert wurden, wo die meisten von ihnen zu Tode kamen.

“Heterotopie X 3” reinszeniert diese schmerzhaften Erinnerungen und verbindet sie mit den Lebensgeschichten und Erinnerungskulturen der gegenwärtig in Berlin lebenden Sinti und Roma, die aus anderen Regionen und Ländern in die Stadt gekommen sind. So verwebt sich die vergangene Geschichte mit anderen, aktuellen Geschichten des Kampfes und der Anstrengung und bildet eine Kartographie des kollektiven Gedächtnisses, die beständig neu entsteht, sich transformiert und übertragen wird, und einen Teil der Stadtgeschichte bildet.

Ein Projekt von Amaro Foro e.V. in Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und Kai Dikhas Galerie Berlin.