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Luise Meier: MRX Maschine

14.06.2018 20:00

Luise Meier: MRX Maschine
Bild: Josefa Baum, Verlag

Revolution! Gesellschaft und Politik im Umbruch

HandVerLESEN mit Lesung und Gespräch in der Bibliothek am Wasserturm am Donnerstag, 14.06.2018, 20:00 Uhr

Zu seinem 200. Geburtstag ist Karl Marx so tot wie lange nicht: Es ist Zeit, Marx als Zündschnur zu gebrauchen. So entsteht die MRX-Maschine.

Zu seinem 200. Geburtstag ist Karl Marx so tot wie lange nicht: Entweder wird er für triviale Niedergangspredigten in Anspruch genommen oder zur Erstellung neuer Theorien ausgeschlachtet, um den akademischen Markt mit frischen Waren zu versorgen. Es ist Zeit, Marx als Zündschnur zu gebrauchen. So entsteht die MRX-Maschine. Die MRX-Maschine zapft Feminismus, Postkolonialismus und anderes an und sucht nach den Rissen, der Perversion und dem Gestank, die das Proletariat hinter dem unternehmerischen Selbst erkennbar machen. Die MRX-Maschine scannt die Schauplätze der öffentlichen Selbstvermarktung und die private Fabrik der Körperoptimierung nach Spuren des internalisierten Klassenkampfs, der nach Desintegration und Verschwendung schreit, und zerkratzt dabei die polierte Benutzeroberfläche. MRX-Maschine ist ein geheimer Gruß an alle Verweigerer und Blaumacher, sie ist Analyse Agitation und Aggression in einem.
Das Buch ist bei Matthes & Seitz in der Reihe Fröhliche Wissenschaft erschienen.
Luise Meier, 1985 geboren in Ostberlin, arbeitet als freie Autorin und Servicekraft. Studium der Philosophie, Sozial- und Kulturanthropologie und Kulturwissenschaften in Berlin, Frankfurt a. d. Oder und Aarhus.

In Zusammenarbeit mit der VHS Pankow, Lichtblick-Kino
Im Rahmen der Filmreihe Revolution! Gesellschaft und Politik im Umbruch
Gefördert durch den Berliner Autorenlesefonds