Maren Kames "Luna Luna"

Portrait Maren Kames
04. November
Bild: Mathias Bothor

Maren Kames stellt ihren preisgekrönten Lyrik-Band “Luna Luna” vor. Er ist rasant, rasend und atemlos und spricht von tief innen aus dem weit offenen Gaumenraum heraus. Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Papp-maché und den Bären, den sich eine aufbindet, um sich gegen den Wind zu schützen. Ums Verlieren und Verletzen geht es. Um einen Krieg, der vielleicht nie stattgefunden hat und doch in jeder Pore präsent ist. Moderiert wird der Abend von Chris Möller von Kabeljau&Dorsch.

“Der tollste Lyrikband des Jahres.” (Die Welt)

Maren Kames, 1984 geboren in Überlingen am Bodensee, ist Schriftstellerin, Lyrikerin und Übersetzerin. Sie studierte Philosophie, Literatur- und Theaterwissenschaften in Tübingen und Leipzig sowie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus am Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim. Von 2011 bis 2013 war sie Mitherausgeberin und Redakteurin der Literaturzeitschrift BELLA triste.
Maren Kames ist eine vielfach ausgezeichnete Literatin, 2019 war sie Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles; 2020 erhielt sie den Literaturpreis »Text & Sprache« des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft. Bisher von ihr erschienen »Halb Taube, halb Pfau«. (2016) und »Luna Luna« (2019). Neben ihren eigenen Arbeiten übersetzt Maren Kames Theaterstücke und Essays der israelischen Autorin und Theaterregisseurin Sivan Ben Yishai. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Chris Möller, geboren 1988 in Meschede. Studierte Philosophie und Germanistik in Kassel und anschließend Angewandte Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Aktuell arbeitet sie als freie Veranstalterin und Moderatorin an neuen Formen der Literaturvermittlung, u. a. mit dem von ihr mitgegründeten Label “Kabeljau & Dorsch”, der Zeitschrift für Gegenwartskultur “Die Epilog” und dem digitalen Magazin “&shy”. 2019 war sie Teil der Festival-Leitung bei “ULF” – dem unabhängigen Lesereihen Festival.

Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
04. November 2020, 19:30 Uhr
Eintritt frei
Nur mit Anmeldung unter info-stadtbibliothek@ba-fk.berlin.de

Die Lyrik-Empfehlungen

Eine Orientierungshilfe im Dschungel der Neuerscheinungen

Welche Gedichtbücher sind besonders empfehlenswert, interessant, überraschend? Jedes Jahr zum Welttag der Poesie am 21. März werden die Lyrik-Empfehlungen in Buchhandlungen und Bibliotheken deutschlandweit präsentiert. So auch dieses Jahr: 20 Gedichtbände wurden aus den Neuerscheinungen von Anfang 2019 bis März 2020 ausgewählt.

Ein wechselnder Kreis von Kritiker*innen sowie Lyriker*innen spricht die Lyrik-Empfehlungen alljährlich aus und präsentiert sie (normalerweise) auf der Leipziger Buchmesse. In diesem Jahr stammen die Empfehlungen von Nico Bleutge, Nora Bossong, Florian Kessler, Michael Krüger, Kristina Maidt-Zinke, Marion Poschmann, Monika Rinck, Joachim Sartorius, Daniela Strigl und Uljana Wolf.
Trägerinstitutionen der Initiative sind die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die Stiftung Lyrik Kabinett, das Haus für Poesie, der Deutscher Bibliotheksverband sowie der Deutsche Literaturfonds.

Näheres unter www.lyrik-empfehlungen.de.