Inhaltsspalte

Lesung und Gespräch: Emilia Roig "Why We Matter"

Buchcover "Why We Matter" und Portraitfoto Emilia Roig
17. Juni 2021
Bild: Mohamed Badarne

KEINE ANMELDUNG MEHR MÖGLICH

Wir freuen uns Emilia Roig zu einer Lesung aus ihrem aktuellen Buch “Why We Matter” im Garten der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda begrüßen zu können! Das anschließende Gespräch moderiert Melina Borčak.

Wie erkennen wir unsere Privilegien? Wie können Weiße die Realität von Schwarzen sehen? Männliche Muslime die von weißen Frauen? Und weiße Frauen die von männlichen Muslimen? Die Aktivistin und Politologin Emilia Roig zeigt – auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie, in der wie unter einem Brennglas Rassismus und Black Pride, Antisemitismus und Auschwitz, Homophobie und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen –, wie sich Rassismus im Alltag mit anderen Arten der Diskriminierung überschneidet. Ob auf der Straße, an der Uni oder im Gerichtssaal: Roig schafft ein neues Bewusstsein dafür, wie Zustände, die wir für „normal“ halten – die Bevorzugung der Ehe, des männlichen Körpers in der Medizin oder den Kanon klassischer Kultur – historisch gewachsen sind. Und dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte.

Emilia Zenzile Roig (*1983) ist Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice (CIJ) in Berlin. Sie promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Science Po Lyon. Emilia Roig lehrte in Deutschland, Frankreich und den USA Intersektionalität, Critical Race Theory und Postkoloniale Studien sowie Völkerrecht und Europarecht. Sie hält europaweit Keynotes und Vorträge zu den Themen Intersektionalität, Feminismus, Rassismus, Diskriminierung, Vielfalt und Inklusion und ist Autorin zahlreicher Publikationen auf Deutsch, Englisch und Französisch. Sie ist Interviewpartnerin in Sibylle Bergs Bestseller „Nerds retten die Welt“ und war Mitglied der Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2020.

Melina Borčak ist freie Journalistin und Filmemacherin, u.a. für CNN, RBB, Deutsche Welle. Seit fünf Jahren lebt sie in Deutschland und arbeitet u.a. zu den Schwerpunkten (antimuslimischer) Rassismus, Feminismus, Flucht und antirassistische Medienkritik.

Donnerstag, 17. Juni 2021, 19 Uhr

  • Park hinter Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
  • Eintritt frei, nur nach vorheriger Anmeldung unter info-stadtbibliothek@ba-fk.berlin.de
  • Bei Regen findet die Veranstaltung online statt.