Trend: Neue Golfbags und Trolleys

Trend: Neue Golfbags und Trolleys

Leichter, praktischer und voller Hightech: Die neuen E-Trolleys fahren dem Golfer von selbst voraus.

Shadow Caddy

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Der Shadow Caddy folgt einem Sensor am Gürtel des Spielers.

Der Durchschnitts-Golfer packt immer noch selbst an und trägt seine Ausrüstung über den Platz. Damit die Runde über das Grün nicht zur Plackerei wird, können die Spieler ihre Schläger einem Trolley aufladen. Die neuen Modelle sind selbst Statussymbole: Sie haben Solarmodule fürs Handy, Revolvertrommeln für Schläger oder folgen dem Spieler automatisch.

Gewicht unter zwei Kilo

«Mit neun Kilo Ausrüstung vier bis fünf Stunden dem Ball hinterher zu laufen, oftmals auf hügeligem Gelände, das ist anstrengend», sagt Joachim Wittmann, Pro bei der Golfakademie Düsseldorf-Grafenberg. Deshalb versuchen die Hersteller, die Tragetaschen mit Hilfe von Materialien wie Nylon immer leichter zu machen. Tragebags wie vom Hersteller Sun Mountain wiegen weniger als 1,8 Kilogramm.
Golftrolley
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Im «Caddieaway» sind Räder und Gestänge integriert.

«Im Kommen ist auch die Einteilung von Taschen in Ordnungssysteme, sogenannte Clip-Lok-Tops wie von Bag Boy», sagt Sven Rademacher, Filialleiter vom GolfHouse Berlin/Brandenburg. Dabei bekomme jeder Schläger sein eigenes Fach, damit selbst bei 14 verschiedenen Eisen und Drivern kein Chaos mehr entsteht. Bei Revolver-Tops lassen sich die Fächer sogar wie die Trommel eines Colts drehen. Damit sollen sollen die Schläger unterwegs nicht mehr so stark klappern.

Im Trend: Dreirädrige Schiebetrolleys

Schläger, Pullover, Sonnencreme: Was ein Golfer beim Spielen alles dabei hat, braucht viel Platz. «Bags für den Trolley bieten mehr Stauraum als Tragetaschen, sind dafür aber auch sperriger», sagt Dieter Lang, Präsident der deutschen Golflehrer und Golftrainer Vereinigung in Weißenburg in Bayern. Dieses Manko versucht der Hersteller Pleasy Golf mit dem Bag «Caddieaway» zu beheben: In die Tasche sind Räder und Gestänge des Trolleys bereits integriert.
«Der Trend bei Trolleys geht vom Zweirad zum dreirädrigen Schiebetrolley», sagt Wittmann. «Trolleys zum Schieben belasten die Schultern nicht so stark wie solche, die hinter dem Spieler hergezogen werden müssen.» Der Dreirad-Trolley «Air-Glide» zum Beispiel soll laut der Messe Golf Europe in München um bis zu 60 Prozent leichter zu bewegen sein.

Futuristisch: der E-Trolley
Golfbag
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Bei Golfoholic hat die Tasche ein Solarmodul

Doch warum überhaupt selbst schieben, wenn es auch ohne geht? «Der E-Trolley ist stark auf dem Vormarsch», hat Lang beobachtet. Mit seinem elektronischen Motor fährt er selbstständig so weit vor dem Spieler her, wie es am Gerät eingestellt wurde. Doch ein Manko haben die treuen Begleiter noch: «Die Akkus sind sehr teuer und müssen nach ungefähr zehn Stunden wieder aufgeladen werden», sagt Lang.
Wegen des Motors sind die E-Trolleys laut Lang schwer und brauchen viel Platz. Der Hersteller Max hat mit dem «Nano Elektro» versucht, bei diesen Schwächen nachzubessern. Das Ergebnis ist ein zusammenklappbarer E-Trolley, der mit wenig Stauraum auskommt.

Hightech Trolley für Golfer und Technik-Freaks

Das Spitzenmodell unter den E-Trolleys ist der «Shadow Caddy». Rein äußerlich ähnelt er zwar eher einem Rasenmäher. Doch unter seiner Haube steckt Hightech: Der Trolley erhält Funksignale von einen Sensor am Gürtel des Spielers und folgt ihm so auf Schritt und Tritt. «Solche Trolleys sind willkommene Spielereien für Technikfreaks und Spieler mit einem großen Geldbeutel», sagt Lang.

Ebenfalls ein originelles Extra bietet der Hersteller Golfoholic: Zusätzlich zur Tragetasche kann der Spieler ein Solarmodul kaufen, das Handy oder MP3-Player auflädt. Ein Statussymbol in Zeiten des Öko-Booms.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Mai 2016

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