Golf: Frauen nehmen das Eisen in die Hand

Golf: Frauen nehmen das Eisen in die Hand

Golfsport für Frauen hat in Deutschland eine lange Tradition - und sie sind darin sehr erfolgreich.

Amateur-Golferin Nicola Rössler

© picture-alliance/ dpa

Die Amateur-Golferin Nicola Rössler schwingt den Golfschläger in ihrem Golfclub in Düren.

Mehr als eine halbe Million Deutsche spielen regelmäßig Golf, rund 40 Prozent davon sind weiblich. Damit sind die deutschen Frauen internationale Trendsetter. In England beispielsweise liegt der Anteil der weiblichen Golfer bei nur 15 Prozent, in Schottland lediglich bei 11,6 Prozent.

Damen-Golf hat hierzulande eine lange Tradition

Der hohe weibliche Anteil unter den aktiven Golfern in Deutschland ist keine Entwicklung der letzten Jahre. Schon früh spielten Frauen im Golfsport hierzulande eine wichtige Rolle. Bereits bei den ersten Meisterschaften des Deutschen Golf Verbandes 1907 gab es einen Damen Wettbewerb. Seither sind die Frauen fester Bestandteil des Vereinslebens. Und sie haben bis heute einen weitaus größeren Anteil am Aufschwung des Leistungssports Golf als die Herren.

Deutsche Golfdamen sind sehr erfolgreich

Zahlreiche Top-Platzierungen im Amateurbereich bei Einzel- und Mannschaftseuropameisterschaften zeugen davon. 1998 errangen die deutschen Golfdamen sogar den Vize-Weltmeister-Titel. Aktuell spielen zehn Damen auf der europäischen Profitour, zwei auf der amerikanischen LPGA Tour, der Königsklasse des Golfsports.

Gleiche Regeln, doch ein kleiner Unterschied

Frauen und Männer sind aber auch gern gemeinsam auf dem Golfplatz unterwegs, denn es gibt kaum eine Sportart, die ähnlich stark für die Gleichberechtigung der Geschlechter sorgt. Für Herren wie Damen gelten die gleichen Regeln, auch die Zahl der Schläge pro Loch unterscheidet sich nicht.

Einzig beim Abschlag gibt es einen Unterschied: Der Abschlag der Frauen liegt ein paar Meter weiter vorne, da die Golfspielerinnen im Durchschnitt weniger weit schlagen als ihre männlichen Sportgenossen.

Quelle: DGV

| Aktualisierung: 3. Mai 2016

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