Protein-Eis: Hilfreich oder Hype?

Protein-Eis: Hilfreich oder Hype?

Das im Fitnessstudio verkaufte Eis enthält mehr Eiweiß als gewöhnliches Speiseeis. Kalorienärmer ist es auch. Vollkommen überflüssig ist das Trendprodukt trotzdem.

Eis

© dpa

Für viele Sportler dürfte Eiscreme kein Tabu mehr sein: Viele Fitnessclubs verkaufen in diesem Sommer spezielles Protein-Eis.

Eiweißshakes gehören zum Fitnessstudio wie Hantelstange und Laufband. Eine neue Ergänzung ist Proteineis, das einige Studios pünktlich zum Sommer verkaufen. Es hat einen erhöhten Eiweißgehalt und ist kalorienärmer als gewöhnliches Speiseeis.

Xylit in Proteineis kann abführend wirken

Da es statt Zucker Austauschstoffe wie Xylit enthält, ist das Proteineis weniger gehaltvoll, erklärt Sabine Hülsmann von der Verbraucherzentrale Bayern. Allerdings wirken Austauschstoffe in hohen Mengen abführend und werden nicht von allen Menschen gut vertragen.

Eis ist kein Ersatz für Eiweißshake

Wer nach dem Pumpen regelmäßig Eiweißshakes trinken möchte, wird in dem Eis aber keinen geeigneten Ersatz finden. Denn es kann mit rund 10 Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter nicht mit den Shakes mithalten, die meist einen Eiweißgehalt von 30 bis 40 Gramm auf 100 Milliliter haben.

Proteindrinks können die Nieren schädigen

Nötig sind die Drinks bei einer ausgewogenen Ernährung nicht, erklärt Hülsmann. Im Gegenteil: Wer sich abwechslungsreich ernährt und zusätzliches Eiweiß über Shakes oder Eis zu sich nimmt, überschreitet die vom Körper benötigte Menge Eiweiß von 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht unter Umständen. Zu viel Eiweiß kann auf Dauer die Nieren schädigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 7. Juni 2017