Stromschlag beim Elektrotraining: Kein Schadenersatz für Knochenbrüche

Stromschlag beim Elektrotraining: Kein Schadenersatz für Knochenbrüche

Eine Berliner Freizeitsportlerin ist vor Gericht mit ihrer Forderung nach Schmerzensgeld und einer Rente wegen eines Unfalls in einem Sportstudio gescheitert.

Fitnessstudio training stromschlag urteil

© dpa

Training mit Reizstromwesten (Symbolbild). Eine Berlinerin klagte wegen eines Stromschlags mit Verletzungsfolge im Fitnessstudio - und verlor.

Die Frau hatte behauptet, beim Training mit Stromreizen durch einen elektrischen Schlag verletzt worden zu sein, teilte das Kammergericht am Mittwoch (1. Juni 2016) mit. Die Klägerin wollten 50.000 Euro und eine vierteljährliche Rente von knapp 2000 Euro erstreiten (Urteil vom 23. Mai - 20 U 207/15).

Trümmerbrüche als Folge von Stromschlag?

Die Klägerin hatte angegeben, sich durch den Stromschlag die Schultern ausgerenkt und Trümmerbrüche in den Armen erlitten zu haben. Das Gericht wies die Klage ab und bestätigte das Urteil der ersten Instanz. Das Fitnessstudio habe nicht damit rechnen müssen, dass es durch das Hochdrehen der Stromregler zum Unfall kommt.

Fitnessstudio konnte keine Schuld nachgewiesen werden

Ein schuldhaftes Handeln des Studios könne nicht festgestellt werden, hieß es. Aus den widersprüchlichen Angaben der 1951 geborenen Frau habe das Gericht auch nicht entnehmen können, dass sie den Strom nicht mit Absicht auf Maximalstufe gestellt habe. Ein Mitarbeiter hatte das Gerät abgestellt, als er den Höchstwert bemerkte.

Fitnessgeräte mit Strom können Verletzungen verursachen

Erst durch den Unfall liegt laut Gericht aber auf der Hand, dass es beim Durchfluss von Strom in voller Stärke zu schweren Muskelkontraktionen bei den Trainierenden kommen könne.
Fitness-Studio Paar
© Techniker Krankenkasse

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Juni 2016