Fitnessstudio: Vertrag in Ruhe prüfen

Fitnessstudio: Vertrag in Ruhe prüfen

Vor einer Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio sollten Verbraucher den Vertrag in Ruhe prüfen.

Erst prüfen, dann binden

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Erst prüfen, dann binden: Der Vertrag für die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio sollte nicht übereilt abgeschlossen werden. (Bild: Remmers/dpa/tmn)

Bevor ein Vertrag mit einem Fitnessstudio unterschrieben wird, sollten einige praktische Fragen geklärt sein, rät Carolin Uhrig von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Knackpunkte sind: «Ist das Fitnessstudio für mich gut erreichbar? Passen die Öffnungszeiten zu meinem täglichen Lebensablauf und zu meinen Arbeitszeiten? Wie hoch sind die Monatsbeiträge?», sagte die Rechtsanwältin.

Achtung vor zusätzlichen Kosten

Den Vertrag nehmen Kunden am besten mit nach Hause, um ihn ganz in Ruhe durchzulesen. Uhrig rät davon ab, «im Stehen, quasi auf Zuruf des Unternehmens» zu unterschreiben. Entscheidend ist vor allem das Kleingedruckte in Form der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

Achten sollten Verbraucher auf versteckte, zusätzliche Kosten, die regelmäßig anfallen: «Was oft vorkommt, ist zum Beispiel, dass neben den monatlichen Beiträgen, die man zahlen muss, auch noch Servicepauschalen fällig werden.»

Laufzeit: Sorgfältig prüfen bevor man sich lange bindet

Wichtig ist auch die Grundlaufzeit des Vertrages: Alles, was bei mehr als 24 Monaten liegt, ist Uhrig zufolge rechtlich unwirksam.

Und wer noch nie Mitglied eines Fitnessstudios war, wählt grundsätzlich besser zunächst eine kürzere Laufzeit, um herauszufinden, ob ihm das Angebot überhaupt zusagt und ob er es auch oft genug nutzt. «Dann sollte man eher einen höheren Monatsbeitrag zahlen, als sich für 12, 13, 14 Monate zu binden.» Die Kündigungsfrist dürfe maximal drei Monate betragen.
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Qualitätscheck und Probetraining

Darüber hinaus sollten Verbraucher sich vor der Unterschrift einmal genau in dem Studio umgesehen haben, um die Qualität abzuschätzen.

«Schauen Sie sich mal an, wie viele Trainer da sind, ob sie regelmäßig da sind, ob sie ansprechbar sind.» Bei Rückfragen zu den Geräten sei es wichtig, dass jemand da ist, der sich auskennt und der einem bei den Einstellungen hilft. «Dann kann man sich durchaus auch den Zustand der Geräte angucken: Sind die gut gewartet? Lassen sie sich auf die Körpergröße angemessen einstellen?»

Viele Studios bieten vor Vertragsschluss Probetrainings an. Uhrig rät, dies auf jeden Fall zu nutzen, um zu testen, ob die Geräte passen und ob man sich damit wohlfühlt.

Bezahlform

Die Bezahlform schließlich ist Abwägungssache: Eine Vorauszahlung berge immer ein gewisses Risiko. «Wenn man dadurch große finanzielle Vorteile hat, es also wesentlich günstiger ist als monatliche Zahlung, muss man sich das im Einzelfall überlegen.» Tendenziell sicherer sei es, nach und nach zu bezahlen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 3. Januar 2011