Ausdauersport baut Stress ab

Ausdauersport baut Stress ab

Regelmäßiger, moderater Ausdauersport kann gegen akuten Stress helfen und vor den gesundheitlichen Folgen von Stress schützen.

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Sport baut nachweislich Stress ab - allerdings sollte die Belastung moderat sein. (Bild: dpa)

Als Anti-Stressprogramm empfiehlt Sven Fikenzer von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken drei- bis fünfmal pro Woche Ausdaueraktivitäten. Dabei sollte die Belastung mäßig sein und zwischen 30 bis 60 Minuten dauern, so der Experte. Besonders geeignet seien drinnen wie draußen rhythmische Bewegungsformen wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Nordic-Walking.

Risikofaktor Stress

«Negativ empfundener Stress kann ein gravierender gesundheitlicher Risikofaktor sein: In Stresssituationen wird der Körper in Alarmbereitschaft versetzt», erläutert Fikenzer. Daraufhin schütte der Körper Stresshormone aus. Der Blutdruck steigt, Energiereserven wie Zucker und Fette werden mobilisiert, die Blutgerinnungsneigung erhöht sich. «Treten diese Alarmreaktionen wiederholt und über längere Zeit auf, liegt chronischer Stress vor.» Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt seien mögliche Folgen.
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Schutz vor Herzinfarkt

Ausdauertraining kann helfen, akute körperliche Stressreaktionen abzubauen und ist damit ein idealer Blitzableiter. «Gleichzeitig schützt es vor langfristigen Stressfolgen», sagt der Experte. So belegten Studien, dass trainierte Menschen im Vergleich zu Untrainierten einen besseren gefäßreparierenden Mechanismus haben und dadurch eher vor Herzinfarkt geschützt sind.

Richtig Trainieren

Ein guter Wert für die moderate Belastung liegt Fikenzer zufolge bei 60 bis 70 Prozent der persönlichen maximalen Herzfrequenz. Ist diese nicht bekannt und werden keine herzfrequenzbeeinflussenden Medikamente eingenommen, kann sich der Sportler an folgender Formel orientieren: Trainingsherzfrequenz ist gleich 220 minus Lebensalter in Jahren. Wer ambitionierter ist, lässt den Wert am besten in einer Leistungsdiagnostik beim Sportarzt ermitteln.

Quelle: göb/dpa

| Aktualisierung: 8. September 2010