Handelsverband rechnet mit angepassten Öffnungszeiten in Supermärkten

Handelsverband rechnet mit angepassten Öffnungszeiten in Supermärkten

Der Handelsverband Berlin-Brandenburg rechnet angesichts der ab Samstag geltenden nächtlichen Ausgangssperre in Berlin mit angepassten Öffnungszeiten vieler Supermärkte.

Einkaufen im Supermarkt

© dpa

«Wenn die Ausgangssperre kommt, werden wir am Abend nicht auf Leute warten, die nicht kommen können», sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen am 23. April 2021. Zwar sei das eine individuelle Entscheidung der Händler. Viele Betreiber von Lebensmittelgeschäften würden aber voraussichtlich mit Beginn der Ausgangssperre um 22 Uhr schließen.

Ausgangsbeschränkungen ab Samstag in Berlin

Das neue Bundesgesetz zur Verschärfung der Corona-Maßnahmen sieht nächtliche Ausgangssperren zwischen 22 und 5 Uhr morgens ab einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100 vor. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich innerhalb einer Woche neu mit dem Coronavirus infiziert haben. In Berlin lag dieser Wert am Freitag laut dem Robert Koch-Institut bei 135. Ab Samstag, den 24. April 2021 gilt die nächtliche Ausgangssperre damit auch in der Hauptstadt.

Personenobergrenzen in Geschäften verschärft

Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes sieht zudem für alle Geschäfte bei Inzidenzen von mehr als 100 nur noch einen Kunden je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche für die ersten 800 Quadratmeter vor - und darüber hinaus sogar nur einen Kunden je 40 Quadratmeter. Damit können sich fortan nur noch halb so viele Menschen gleichzeitig in Supermärkten aufhalten wie bislang. «Ich hoffe, dass das nicht dazu führt, dass sich vor den Geschäften in Berlin nun lange Schlangen bilden», sagte Busch-Petersen. Die Regelung kritisierte er als «unsinnig».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. April 2021