BUND Berlin fordert «Verpackungssteuer» für Einweg-Geschirr

BUND Berlin fordert «Verpackungssteuer» für Einweg-Geschirr

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die Einführung einer Verpackungssteuer auf Einweg-To-Go-Verpackungen in Berlin. Auf Einweg-Verpackungen und -geschirr sollte nach Meinung des Verbandes eine Abgabe von 50 Cent pro Stück fällig werden, für Einmal-Besteck 20 Cent.

Plastikmüll am Strand

© dpa

Müllsäcke an der Nordseeküste.

«Außer-Haus-Verzehr und Versandhandel lassen gerade in Corona-Zeiten die Müllberge in der Hauptstadt weiter wachsen», begründete der Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik beim BUND Berlin, Tobias Quast-Malur, den Vorstoß am Montag (12. April 2021). «Um diesen Trend zu stoppen, brauchen wir in Berlin dringend eine Verpackungssteuer auf alle Wegwerf-To Go-Produkte.» Die Einnahmen müssten genutzt werden, im innovative Mehrweglösungen zu fördern.

400 000 Tonnen Verpackungsmüll im Jahr 2019

Mit knapp 19 Millionen Tonnen erreichte der Abfallberg der jährlich in Deutschland verbrauchten Verpackungen laut BUND bereits vor der Pandemie Rekordhöhe. «Pizzakartons, Plastikbecher, Pappteller und Pakete tragen auch in der Hauptstadt zum hohen Müllaufkommen bei: Fast 400 000 Tonnen Verpackungsmüll landeten schon im Jahr 2019 in den Abfalleimern von Berliner Haushalten», so Quast-Malur. «Gerade Kunststoffe werden nur selten recycelt. Oft landet das Erdölprodukt in der Natur oder heizt in der Müllverbrennung das Klima weiter an.»
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BUND sammelt Unterschriften für Verpackungssteuer

Neben dem Schaden für Umwelt und Klima steigen mit den Abfallmengen auch die Kosten, so der BUND. Die Entsorgung illegaler Müllablagerungen auf Berlins Straßen sei im vergangenen Jahr mit fünf Millionen Euro zu Buche geschlagen - Tendenz steigend. Weitere Millionenkosten entstünden jedes Jahr durch die Vermüllung der Parks. Der BUND rief zur Unterstützung seiner Kampagne «Berlin plastikfrei - Kein Weg für Einweg!» auf. Unter der Internetadresse www.bund-berlin.de/mitmachen/berlin-plastikfrei können Menschen für eine Berliner Verpackungssteuer unterschreiben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 12. April 2021