Am Wochenende weiter verhaltene Nachfrage im Berliner Handel

Am Wochenende weiter verhaltene Nachfrage im Berliner Handel

Trotz vieler offener Geschäfte in der Corona-Krise ist es im Berliner Handel am Samstag vergleichsweise ruhig geblieben.

  • Leerer Kurfürstendamm© dpa
    Obwohl viele Geschäfte wieder geöffnet haben sind nur wenige Menschen am Kurfürstendamm unterwegs.
  • Coronavirus: Schlange vor Saturn© dpa
    Menschen warten in einer langen Schlange vor der Saturn-Filiale am Alexanderplatz.
Der große Ansturm auch auf Warenhäuser wie Karstadt und Kaufhof sowie auf das am Samstag (25. April 2020) erstmals wieder geöffnete KaDeWe blieb größtenteils aus. «Es haben sich alle vorbildlich an die Sicherheitsmaßnahmen gehalten, wie es bei einem Start in der jetzigen Situation sein sollte», sagte eine Sprecherin des KaDeWe.

Lange Schlangen vor Saturn und Decathlon

Einzig vor den Saturn-Elektronikfachmärkten am Alexanderplatz sowie im Europacenter bildeten sich am Nachmittag längere Schlangen mit bis zu 100 Menschen, wie dpa-Reporter berichteten. Ähnlich sah es bei der Sporthandelskette Decathlon in Schöneweide aus, wo ebenfalls einige Dutzend Menschen anstanden.

Viele Geschäfte noch nicht geöffnet

Viele Geschäfte blieben aber auch am Samstag geschlossen. Auf der in gewöhnlichen Zeiten vor allem Samstags gut besuchten Einkaufsstraße Kurfürstendamm wirkte es vergleichsweise leer. Das Kaufhaus Galeries Lafayette auf der Friedrichstraße hatte bereits in der vergangenen Woche angekündigt, ab Montag wieder Teile des Erdgeschosses sowie die Gourmetabteilung öffnen zu wollen.

Handelsverbands Berlin-Brandenburg: «Es bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.»

Aus Sicht des Handelsverbands Berlin-Brandenburg ändern die Öffnungen allerdings nichts an der katastrophalen Situation der Branche. «Wer mitgemacht hat, der hatte am Samstag einen besseren Tag als in den ersten zwei Tagen», sagte Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen der Deutschen Presse-Agentur. «Doch es bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.»

Einbußen durch fehlende Touristen

Auch aufgrund der ausbleibenden Touristen fehle das «Grundrauschen» gerade in den zentralen Bereichen der Stadt. «Die Leute tummeln sich anscheinend auf den Brücken und am Wasser, aber sie tummeln sich nicht in der Innenstadt», sagte Busch-Petersen
Seit Mittwoch können in Berlin Geschäfte wieder eine Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen. Allerdings dürfen die Betreiber nicht mehr als eine Person pro 20 Quadratmeter einlassen. Das gilt auch für die einzelnen Händler in Shoppingcentern.
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© Drobot Dean - stock.adobe.com

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 25. April 2020