In Berlin schließen in großem Umfang Geschäfte

In Berlin schließen in großem Umfang Geschäfte

Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus sollen in Berlin in großem Umfang Geschäfte schließen.

  • Coronavirus: Einzelhandel (5)© dpa
    17.03.2020, Berlin: Der Apple Store am Kurfürstendamm hat nicht mehr geöffnet (Foto durch die geschlossene Eingangstüre).
  • Coronavirus: Einzelhandel (2)© dpa
    17.03.2020, Berlin: Die Shopping Mall ?Bikini-Haus? ist um 11:00 vormittags menschenleer. Einzelne Geschäfte sind bereits geschlossen, andere warten auf Kundschaft.
  • Coronavirus: Einzelhandel (4)© dpa
    17.03.2020, Berlin: Ein Schuhladen der Kette ?Ecco? am Kurfürstendamm hat nicht mehr geöffnet (Foto durch die geschlossene Eingangstüre).
Das entschied der Senat bei seiner mehrstündigen Sitzung am 17. März 2020. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, Banken, Drogerien und Apotheken sollen allerdings offen bleiben, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nach der Senatssitzung vor Journalisten. Die neuen Regelungen greifen bereits ab Mittwoch. Auch Spielplätze sollen in Berlin nicht gesperrt werden.
In Berlin sind nach Angaben der Senatsgesundheitsverwaltung vom Montagabend 332 Infektionsfälle bestätigt, am Sonntag waren es noch 283. Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland inzwischen als «hoch» ein, wie RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin sagte.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte am Montag erklärt, in Berlin funktionierten die Strukturen zur Bewältigung der Krise. Man sei noch nicht in der Situation eines Katastrophenfalls. So stehe etwa die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln nicht in Frage.
Das öffentliche Leben in Berlin wird dennoch drastisch eingeschränkt. Bund und Länder hatten am Montag entsprechende Maßnahmen vereinbart, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag dazu gesagt: «Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat.»
Clubs und Bars in Berlin sind seit dem Wochenende geschlossen. Berlin sei dabei Vorreiter gewesen, sagte Kalayci. Seit Dienstag sind auch alle Schulen und Kitas dicht. Nur für die Kinder von Eltern, die in sogenannten systemrelevanten Berufen wie bei der Polizei und im Katastrophenschutz arbeiten, gibt es eine Notbetreuung. Bereits zuvor abgesagt wurden die Aufführungen an Theatern, Opernhäusern und Konzertsälen für die kommenden Wochen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. März 2020