Senatorin: Spätis sind kein Lebensgefühl, sondern Läden

Senatorin: Spätis sind kein Lebensgefühl, sondern Läden

Berlins Arbeits- und Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) findet nicht, dass die Hauptstadt an Flair verliert, wenn Spätis sonntags nicht mehr öffnen dürfen.

Elke Breitenbach (Linke) gestikuliert

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Elke Breitenbach (Linke) gestikuliert.

«Weil der Späti nicht in erster Linie ein Lebensgefühl ist, sondern ein Ladengeschäft», sagte die Politikerin der «Berliner Morgenpost» (14. Juli 2019). Das Berliner Verwaltungsgericht hatte im Mai entschieden, dass die kleinen Kiez-Lebensmittelläden sonntags geschlossen bleiben müssen.
Breitenbach erklärte, die Politik wolle die Öffnungen nicht legalisieren. Man warte derzeit auf ein Grundsatzurteil zu Sonntagsöffnungen. «Die Sonntagsruhe, das heißt, der Sonntag als Tag der Arbeitsruhe, ist sowohl im Grundgesetz als auch in der Landesverfassung verankert.»
Die Ladenschlusszeiten für Spätis lösen in Berlin immer wieder Streit aus. Obwohl die Sonntagsöffnung grundsätzlich verboten ist, halten sich in der Praxis viele von ihnen nicht daran und lassen sich auch von drohenden Bußgeldern nicht abschrecken. Umstritten ist auch, dass Tankstellen sonntags öffnen dürfen und teilweise über das erlaubte Sortiment hinausgehen. Erlaubt sind zum Beispiel Reise- oder touristischer Bedarf.
Supermarkt Einkaufswagen
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Sonntagsshopping in Berlin

Verkaufsoffene Sonntage sowie Adressen und Öffnungszeiten von Supermärkten und Flohmärkten, die sonntags geöffnet haben. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 15. Juli 2019