Karstadt bekommt legendäre Fassade zurück

Karstadt bekommt legendäre Fassade zurück

Die imposante Art-déco-Fassade des Warenhauses am Hermannplatz war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden und soll nun neu entstehen.

Karstadt am Hermannplatz

© dpa

Die Karstadt-Filiale am Hermannplatz im Berliner Bezirk Kreuzberg (Archiv)

Das Immobilienunternehmen Signa Holding GmbH hat angekündigt, die Karstadt-Filiale am Hermannplatz zu einem flexiblen Multi-Use-Objekt umzubauen. Im Zuge der Baumaßnahmen soll das Haus seine ursprüngliche Größe und sein Aussehen aus den 1920er Jahren zurückerhalten.

Sieben Geschosse, imposante Fassade

Das Warenhaus im Bezirk Kreuzberg war zur Zeit seiner Errichtung sieben Geschosse hoch und 72.000 Quadratmeter groß. Besonders markant waren die 32 Meter hohe Fassade und zwei Türme, die 24 Meter höher waren als der Rest des Hauses. Bis zu seiner teilweisen Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges galt das Kaufhaus als das größte auf dem Europäischen Kontinent. In den 50er wurde das Haus teilweise wieder aufgebaut.

Karstadt bekommt Dachterrasse zurück

Die Pläne zum Umbau sehen eine Neuerrichtung des Bestandsgebäudes und eine Erhöhung der Bruttogeschossfläche um 126.000 Quadratmeter vor. Karstadt bleibt weiter Hauptmieter, hinzu kommen Büroflächen, ein Hotel und ein Marktplatz. Die Fassade wird im klassischen Art-déco-Stil wiederhergestellt. Auch die großzügige Dachterrasse mit Blick über Berlin wird es wieder geben.

Kosten und Baubeginn noch unklar

Wann die Bauarbeiten beginnen und wie viel der Umbau kosten wird, ist noch nicht bekannt. Wie die Berliner Morgenpost auf Nachfrage beim Konzern berichtet, steht das Projekt ganz am Anfang, weitere Informationen gibt es noch nicht. Beim zuständigen Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg lägen derzeit keine entsprechenden Bauanträge vor.
KaDeWe Berlin
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Quelle: Signa Holding/BerlinOnline

| Aktualisierung: 8. Januar 2019