Berlin tüt was: Aktion gegen die Plastiktüten-Flut

Berlin tüt was: Aktion gegen die Plastiktüten-Flut

Die Initiative "Berlin tüt was" der Stiftung Naturschutz Berlin sagt dem steigenden, gedankenlosen Verbrauch von Plastiktüten den Kampf an: Bis Mitte September können in zahlreichen Sammelstellen in allen Berliner Bezirken Plastiktüten eingetauscht werden. Für zehn Stück bekommen die Sammler eine Designer-Kampagnentasche.

Plastiktüten schlecht für die Umwelt

© dpa

Allein in Berlin gehen rund 710.000 Einweg-Plastik täglich über die Ladentheke. Kaum benutzt, landen sie gleich wieder auf dem Müll. Die natürliche Zersetzung einer solchen Tüte dauert allerdings zwischen 100 und 500 Jahren – mit fatalen Folgen für Natur und Tiere. Die Plastiktüten und ihre Abbauprodukte verschmutzen nicht nur Grünanlagen und Gewässer, sondern werden auch von vielen wildlebenden Tieren gefressen, die dann bei vollem Magen verhungern. Zudem vernichten Plastiktüten Rohstoffe, da sie aus wertvollen Erdölprodukten bestehen. Etwa 43 Tonnen Rohöl werden benötigt, um allein die Plastiktüten für den Tagesverbrauch in Berlin herzustellen.

Weltrekordversuch mit Plastiktüten-Kette am 20. September

Die eingesammelten Tüten werden für einen Weltrekordversuch am 20. September 2014 auf dem Tempelhofer Feld benötigt. Dabei soll im Rahmen eines großen Umweltfestes gemeinsam mit 1500 Menschen eine neun Kilometer lange Kette aus 30.000 Plastiktüten entstehen – dies entspricht dem stündlichen Plastiktütenverbrauch in Berlin. Wer dabei sein will, kann sich online unter berlintuetwas.de anmelden.

Die gesammelten Plastiktüten können bei diesen Sammelstellen in Berlin abgegeben werden.

Aktualisierung: 22. März 2016