Hamburg: Flanieren und Feiern im hohen Norden

Hamburg: Flanieren und Feiern im hohen Norden

Stolze Prachtbauten, lebhafter Fischmarkt und Sandstrand mitten in der Stadt: Hamburg schafft den Spagat zwischen moderner Metropole und Sehnsuchtsort.

  • Elbphilharmonie in Hamburg© Iwan Baan/HamburgMusik gGmbH
    Blick auf die Elbphilharmonie, das im Januar 2017 eröffnete neue Konzerthaus in Westen der Hamburger Hafencity.
  • HafenCity in Hamburg© dpa
    Ungewöhnliche Architektur direkt am Wasser - in der Hamburger HafenCity sind viele ungewöhnliche Gebäude zu sehen.
  • Elbstrand in Hamburg© dpa
    Touristinnen sitzen bei frühsommerlichen Temperaturen am Oevelgoenner Elbstrand in Hamburg.
  • Internationales Maritimes Museum© dpa
    Das Internationale Maritime Museum in Hamburg.
  • Elbfähre in Hamburg© dpa
    Blick von der Elbfähre auf die Hafenstraße - die in den 80er Jahren «instandgesetzten» Häuser sehen heute bunt und schick aus.
  • Alter Schwede© dpa
    Alter Schwede - der Riesenfindling am Elbstrand zwischen Övelgönne und Blankenese ist nicht zu übersehen.
  • Hamburger Rathaus© dpa
    Passanten auf dem Rathausplatz vor dem Rathaus in Hamburg.
  • Golfen in Hamburg© dpa
    Eine Amateurgolferin schlägt bei strahlendem Sonnenschein an der Binnenalster in Hamburg den Ball in Richtung eines Pontons auf dem Wasser.
Unter den deutschen Großstädten gilt Hamburg als besonders selbstbewusst. Das liegt auch an seiner Geschichte. Die Hansestadt an der Elbe wurde durch den Handel und die Seefahrt groß und blieb dabei frei von fremder Herrschaft. Dieses Gefühl von Stolz und Freiheit wird auch im Stadtbild sichtbar. Die historischen Pracht- und Sakralbauten, die das Gesicht des Stadtstaates bis heute prägen, wurden einst von Hamburgs Bürgern statt von Landesfürsten bezahlt. Bestes Beispiel dafür ist das imposante Hamburger Rathaus - eines der schönsten in Europa.

Hamburger Rathaus: Bürgerstolz und Tugenden

Norddeutsche Architektur wirkt manchmal nüchtern und unspektakulär. Nicht so das Hamburger Rathaus an der Binnenalster, das im Stil des Historismus erbaut wurde. Der Wahlspruch über dem Haupttor des Prachtbaus spiegelt den damaligen Bürgerstolz wieder: "Die Freiheit, die die Vorfahren errungen, mögen die Nachfahren würdig zu erhalten suchen". Und über den Figuren von zwanzig deutschen Kaisern an der Hauptfassade sind selbstbewusst die bürgerlichen Tugenden Weisheit, Eintracht, Tapferkeit und Frömmigkeit verewigt.

Jungfernstieg und Binnenalster

Der Jungfernstieg am südlichen Ufer der Binnenalster ganz in der Nähe vom Rathaus ist Hamburgs Flaniermeile. Die Straße hat ihren Namen angeblich daher, dass die vornehmen Bürger der Stadt ihre Töchter an der Straße zwischen Reesendammbrücke und Gänsemarkt mit zum Spaziergang nahmen. Auch ohne diesen alten Brauch ist der Jungfernstieg mit seinen vornehmen Kaufhäusern, hohen Bürogebäuden und belebten Cafés eine der glänzendsten Adressen der Hansestadt.

St. Pauli: Feiern auf der Reeperbahn

Ein wenig robuster geht es rund um die Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli zu. Im Amüsierviertel der Hansestadt mit seinen vielen Nachtclubs, Diskotheken, Bars, Kneipen, Imbissbuden und Sexshops ist immer etwas los. Der Reeperbahn hat diese Mischung die Beinamen "geile Meile" und "sündigste Meile der Welt" verschafft. Die Hamburger nehmen's gelassen. Aber auch jenseits von St. Pauli hat das Hamburger Nachtleben viel zu bieten, zum Beispiel auf dem Hamburger Berg oder der Schanze. Feiern, das können die Hamburger gut.

Hamburger Hafen und Fischmarkt

Hamburg atmen kann man am besten am Hafen, dem nach Rotterdam und Antwerpen drittgrößten Seehafen Europas. Zentrum des Hafens sind die St.-Pauli-Landungsbrücken zwischen Niederhafen und Hamburger Fischmarkt. An dem dortigen Schiffsbahnhof, an dem auch die S- und U-Bahn halten, legen heute vor allem Fähren und Barkassen an, von denen viele Hafenrundfahrten und Alsterfahren anbieten. Empfehlenswert ist es, den Hafen am Sonntagmorgen zu besuchen. Jeden Sonntag zwischen 5.00 und 9.30 Uhr (im Winter ab 7.00 Uhr) findet dort der berühmte Altonaer Fischmarkt statt. Außer frischem Fisch gibt es hier neben anderen Lebensmitteln auch allerlei Unerwartetes wie Brieftauben oder Kaninchen.

Elbphilharmonie: Hamburgs Schmuckstück in der Hafencity

Es ist der Hingucker im Hamburger Hafen und das neue Wahrzeichen der Hansestadt: Die Elbphilharmonie, liebevoll auch Elphi genannt. Am 11. Januar 2017 wurde das vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfene Gebäude offiziell eröffnet. Einer der Dreh- und Angelpunkte der Elbphilharmonie ist die Plaza. Die öffentliche Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe bietet etwa Gelegenheiten zum Essen und Einkaufen und einen schönen Blick über den Hamburger Hafen und die Stadt. Besucher können auf der Außenplaza das Gebäude einmal umrunden. Der Konzertsaal gilt als eines der modernsten, größten und akustisch besten dieser Art weltweit. Vom Hotel im Ostteil des Gebäudes haben Gäste einen weiten Blick über die Hafencity.

Elbstrand in Övelgönne: Grillen und Chillen

Die Schiffe können beim Fahren Richtung Hamburger Hafen besonders gut vom Elbstrand in Övelgönne beobachtet werden. Dabei bietet es sich an, auf dem Liegestuhl am Wasser zu sitzen, einen kühlen Cocktail zu schlürfen, zu Grillen oder einfach nur Beine und Seele baumeln zu lassen. Besonderer Hingucker am Elbufer ist der "alte Schwede", ein fast 220 Tonnen schwerer Findling - einer der größten in ganz Deutschland. Er wurde 1999 beim Ausbaggern der Fahrrinne geborgen und verdankt seinen Namen seiner eiszeitlichen Wanderung aus Skandinavien an die Elbe. Nach seiner Taufe wurde der Findling offiziell eingebürgert, gilt nun als ältester Bürger der Stadt - und trägt den Titel vermutlich mit angemessenem Stolz.

Karte

Doppeldeckerbus London
© dpa

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Quelle: Berlin.de/Hamburg Tourismus GmbH

| Aktualisierung: 20. Januar 2017

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