Düsseldorf: Luxus, Kunst und ein Hauch von Japan

Düsseldorf: Luxus, Kunst und ein Hauch von Japan

Berühmt ist Düsseldorf vor allem für die Kö. Doch die Stadt hat mehr zu bieten als nur Shopping. Über Luxus, Stararchitektur - und ein ganz besonderes Stadtviertel.

Medienhafen Düsseldorf

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Blick auf den Düsseldorfer Hafen am Rande der Altstadt.

Anfang des 20. Jahrhundert trug Düsseldorf als Verbands- und Verwaltungssitz vieler Eisen- und Stahlbetriebe noch den Beinamen "Schreibtisch des Ruhrgebiets". Auch aus dieser Tradition heraus gibt sich Düsseldorf heute noch ein bisschen herausgeputzer als die Städte im "Pott" nebenan, wo nach wie vor die Zeit der Kohlezechen, Eisenhütten und Arbeitersiedlungen an manchen Orten durchscheint.
Kö-Bogen in Düsseldorf
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Von Daniel Libeskind entworfener Kö-Bogen.

Luxus in der Königsallee

Dazu trägt auch die Königsallee bei, eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Europas. Die 85 Meter breite "Kö", wie sie die Düsseldorfer nennen, ist die wohl vornehmste Adresse der Stadt. Auf ihrer Westseite befinden sich hauptsächlich Luxushotels und Banken, auf ihrer Ostseite Boutiquen, Galerien und Restaurants. Durch die Mitte des Boulevards zieht sich der Kö-Graben. Er befindet sich genau dort, wo früher die Befestigungsanlagen der zwischen 1802 und 1804 geschliffenen Altstadt standen.
Kö-Graben in Düsseldorf
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Kö-Graben im Herbst.

Wie die Kö zu ihrem Namen kam

Damals war die Kö unter verschiedenen Namen bekannt – unter anderem als Neue Allee, Mittelallee und Kastanienallee. Zu ihrer heutigen Bezeichnung kam sie, nachdem der preußische König Friedrich Wilhelm IV. hier im Jahr 1848 mit Pferdeäpfeln beworfen wurde. Um den grollenden Monarchen zu besänftigen, wurde der Ort des "Pferdeäpfelattentats" ihm zu Ehren in Königsallee umbenannt.
Neuer Zollhof in Düsseldorf
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Neuer Zollhof im Medienhafen in Düsseldorf.

Medienhafen: Stahl und Glas im Westen Düsseldorfs

Schick und teuer ist auch der Medienhafen. Die postmodernen Stahlglasbauten im Westen der Stadt stammen von dem Star-Architekten Frank Gehry und sollten vor allem Düsseldorfs Kreative anlocken. Weil die Mieten aber nicht eben niedrig sind, kamen neben einigen Unternehmen aus der Medienbranche vor allem zahlungsstarke Unternehmensberatungen und Kanzleien. In der Zukunft sollen auf dem Areal auch hochwertige Wohnungen entstehen. Naja, Gucken kostet zum Glück nichts!
Kunstsammlung NRW
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Rauminstallation "in orbit" des argentinischen Künstlers Saraceno im Düsseldorfer Ständehaus (K21).

Kunst in Düsseldorf

Neben der Architektur im Medienhafen ist auch die Kunst in Düsseldorf von überregionaler Bedeutung. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vereint bedeutsame Kunstwerke aus dem 20. Jahrhundert von Picasso, Mondrian und Matisse sowie Paul Klee, Daniel Richter und Jackson Pollock. Die Kunstsammlung verteilt sich auf die Ausstellungsorte K20, K21 und das von Aldo van Eyck entworfene Schmela-Haus.
Japan-Tag in Düsseldorf
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Japanische Tänzerinnen am Japan-Tag in Düsseldorf.

Einzige Japantown in Deutschland

Eine Besonderheit Düsseldorfs ist die sogenannte Japantown im Bezirk Stadtmitte - die einzige in ganz Deutschland. Über 8000 Japaner leben in Düsseldorf und Umgebung und prägen dort seit über einem halben Jahrhundert das Stadtbild. Der Grund: Viele japanische Firmen haben in Düsseldorf ihr Deutschland- oder Europahauptquartier. Neben den Büro- und Geschäftsgebäuden gibt es auch japanische Bäcker, Supermärkte, Restaurants und Buchhandlungen im Bezirk. Einmal im Jahr findet dort außerdem der Japan-Tag am Rheinufer statt, der mit über einer halben Million Besuchern zu den größten Volksfesten in Nordrhein-Westfalen zählt.

Karte

Doppeldeckerbus London
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Quelle: Berlin.de/Stadt Düsseldorf

| Aktualisierung: 18. Juli 2016

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