Speyer: Römer, Bischöfe und ein Dom

Speyer: Römer, Bischöfe und ein Dom

Der Speyerer Dom, das Wahrzeichen der Stadt, verdankt seine Existenz einem mittelalterlichen Kaisergeschlecht: Den Saliern. Die Geschichte der Stadt reicht aber noch viel weiter zurück.

Kaiserdom zu Speyer

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Luftaufnahme des Kaiser- und Mariendoms zu Speyer.

Speyer ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Bereits um 150 vor Christus wurde eine keltische Stadt auf dem heutigen Stadtgebiet erstmals erwähnt. Unter Julius Caesar wurde sie erobert und erst von Militär und örtlichen Stämmen besiedelt. Später ließen sich hier römische Bürger nieder, die der Stadt im 2. Jahrhundert ihre erste Blüte bescherten, ehe sie mehrfach im Sog der Völkerwanderung verwüstet wurde.

Speyer: Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches

Erst einige Jahrhunderte später erlebte die Stadt ein erneutes Wachstum. Im Mittelalter war Speyer ein wichtiger Bischofssitz und im 11. Jahrhundert, als Konrad II. Kaiser war, so etwas wie die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches. Es war diese Zeit, in die der Bau des wichtigsten Gebäudes der Stadt fiel: Der Speyrer Dom wurde zwischen 1030 und 1061 erbaut. Er ist heute die größte, noch erhaltene romanische Kathedrale der Welt.

Speyerer Dom: Weltkulturerbe der Unesco

Die Gründung des Speyerer Doms vor über 950 Jahren geht wahrscheinlich auf Konrad II. aus der Familie der Salier, einem mittelalterlichen Herrschergeschlecht zurück. Geweiht wurde der Kaiserdom am 4. Oktober 1061. Das Wahrzeichen Speyers zählt seit 1981 zum Weltkulturerbe der Unesco und ist Grabstätte mehrerer salischer Herrscher.

Salier brachten Speyer den Aufschwung

Generell muss die Bedeutung der Salier für die Entwicklung Speyers als sehr hoch eingeschätzt werden. Zu Beginn ihrer Herrschaft war Speyer recht klein und halb verfallen. Von den Saliern wurde die Stadt stark gefördert - und entwickelte sich in der Zeit bis zum letzten salischen König und römischen Kaiser, Heinrich V. (gekrönt im Jahr 1111), vom Kuhdorf zur freien Reichsstadt.

Altpörtel, Rathaus und Alte Münze

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten Speyers gehört das 55 Meter hohe Altpörtel. Es war einst das westliche Stadttor Speyers und Teil der mittelalterlichen Befestigung, zu der insgesamt 68 Mauer- und Tortürme gehörten. Vom Turm hat man einen herrlichen Rundblick über die beschauliche 50.000-Einwohner-Stadt am Oberrhein. Historisch bedeutsam sind auch das Rathaus und die Alte Münze am Marktplatz. Der Ratssaal des im Jahr 1724 fertiggestellten Rathauses im Stil des frühen Rokoko wird heute häufig für Kammerkonzerte genutzt. Die barocke Alte Münze, einst Sitz der Münzer in Speyer, ist heute Sitz der städtischen Kämmerei.

Karte

Doppeldeckerbus London
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Quelle: dpa/Stadt Speyer/Berlin.de

| Aktualisierung: 16. August 2016

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