Helsinki: Mit der Tram durch Finnlands Hauptstadt

Helsinki: Mit der Tram durch Finnlands Hauptstadt

Die finnische Hauptstadt Helsinki vereint Klassizismus und Moderne. Daran hat auch ein deutscher Architekt mitgewirkt.

  • Helsinki© Matti Tirri
    Die Uspenski-Kathedrale bietet bei Nacht einen beeindruckenden Anblick.
  • Helsinki© City of Helsinki Tourist & Convention Bureau/ Esko Jämsä
    Sonnenuntergang in Helsinki
Aus der einst unscheinbaren Hafenstadt Helsinki ist innerhalb von 15 Jahren eine moderne, repräsentative Metropole geworden. Rund 1,4 Millionen Menschen leben im Großraum der finnischen Hauptstadt, das ist gut ein Fünftel der Landesbevölkerung. Helsinki ist damit das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Das harmonische Nebeneinander von imposanten, alten Bauten und moderner Architektur, die maritime Lage sowie die nordische Zurückhaltung verleihen der Stadt am finnischen Meerbusen ein ganz eigenes Flair.
Helsinki
© City of Helsinki Tourist & Convention Bureau/ Niko Soveri

Die Kathedrale am Senatsplatz

Überschaubares Zentrum in Helsinki

Als Besucher findet man sich in der Innenstadt Helsinkis gut zurecht und das überschaubare Zentrum kann problemlos zu Fuß erkundet werden. Idealer Ausgangspunkt ist der Senatsplatz, der als einer der gelungensten Plätze weltweit gilt. Gestaltet wurde das neo-klassizistische Ensemble in den Jahren 1822 bis 1852 vom Berliner Baumeister Carl Ludwig Engel, der neben dem Finnen Alvar Aalto als einflussreichster Architekt Finnlands gilt.

Wahrzeichen: Der Dom eines Berliner Architekten

Unübersehbarer Mittelpunkt ist der im Jahr 1852 fertiggestellte weiß-grüne Kuppeldom, den Engel als Hauptkirche der Stadt auf einen Hügel setzte. Begrenzt wird der Platz durch die Universität und das Rathaus, die im Winter stimmungsvoll beleuchtet werden. Wen es von hier aus nicht in die Flaniermeilen Aleksanterinkatu und Mannerheimintie zieht, wird bei einem Spaziergang entlang der Hafenfront mit schönen Stadtansichten belohnt.
Helsinki
© Comma Image Oy

Die Suomenlinna-Festung

Berühmte See-Festung auf sechs Inseln

Unübersehbar ist dabei die Uspenski Backstein- Kathedrale von 1868 auf einer Landzunge, deren goldene Zwiebel- Kuppeln sie als russisch-orthodoxe Kirche ausweisen. Zum Schutz des Hafens wurde im 18. Jahrhundert auf sechs Inseln die massive Suomenlinna-Festung gebaut, die heute zum UNESCO- Weltkulturerbe gehört. Die einzigartige Steinanlage ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel und im Winter ein schöner Ort für Spaziergänge.
Land: Finnland
Einwohner: City ca. 630.000 , im Großraum ca. 1,4 Mio.
Sprache: Finnisch, selten schwedisch
Währung: Euro
Zeit: MEZ + 1h
Flug ab Berlin: ca. 1h 50m

Stadtrundfahrt in Helsinki mit der Tram

Eine günstige Stadtrundfahrt kann man mit der Straßenbahn unternehmen. In einer acht-förmigen Schleife fährt die Line 3T quer durch Helsinki und kehrt nach einer Stunde an den Startpunkt, dem Senatsplatz, zurück. Zwischen eher schweigsamen, aber sehr freundlichen Finnen sitzend, geht es an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Zum Beispiel einigen herausragenden Bauten moderner Architektur wie der National-Oper und dem Kiasma Museum für zeitgenössische Kunst mit Bildern, Fotos, Musik und Film.
Helsinki
© Markku Juntunen

Die Temppeliaukio-Kirche

Eine unterirdische Kirche im Felsen

Finnische Kunst von 18. bis zum 20. Jahrhundert sowie eine Sammlung internationaler Maler wie Van Gogh, Gaugin und Cézanne zeigt das Ateneum, die Nationalgalerie Finnlands. Eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit ist die Temppeliaukio Kirche, die 1969 in einen unterirdischen Felsen gehauen wurde und in der heute bei exzellenter Akustik viele Konzerte stattfinden.

Schöner Shoppen: Design über alles

Design-Fans und Liebhaber schöner Dinge haben in den angenehm gestalteten Einkaufpassagen von Helsinki die Qual der Wahl: Modernes finnisches Design bei Möbeln, Stoffen, Glas- und Porzellanwaren, Bestecken, Schmuckstücken, Haushaltsgeräten sowie vielen Alltagsutensilien ist in aller Welt begehrt.

Duzen und kein Trinkgeld

Zwei gute Tipps für die Reise: Wie in den anderen skandinavischen Ländern wird meist geduzt, ohne dass es gleich auch persönliche Nähe bedeuten muss. Und: In Finnland erwarten nur Gepäckträger ein Trinkgeld, in Restaurants und Cafés ist es im Preis inbegriffen. Natürlich kann man dennoch einen Obolus geben, wenn man mit dem Service zufrieden war.

Karte

Fotostrecke:

  • Helsinki© Matti Tirri
    Helsinki

Quelle: Antje Kraschinski/Berlin.de

| Aktualisierung: 22. Juli 2016

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