Eiszeitroute

Eiszeitroute

Der Radweg führt auf 666 Kilometern durch die von der Eiszeit geprägte Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte.

Radfahrer in Bewegung

© TMV/Werk 3

Egal wie weit man radelt, wie lange man läuft, wie schnell man rudert - in Mecklenburg-Vorpommern kommt man immer ans Ziel, aber nie ans Ende.

Die Eiszeitroute ist Teil des Geoparks Mecklenburgische Eiszeitlandschaft der sich im Süden Mecklenburg-Vorpommerns auf dem Gebiet der Mecklenburgischen Seenplatte erstreckt. Findlinge, Hügel, weite Sandflächen und Moore sowie unzählige Seen zeugen von der Entstehungsgeschichte der Landschaft durch die Eiszeit. Schautafeln und Lehrpfade vermitteln interessierten Radwanderern einen geologischen Einblick.
Die Tour kann auch verkürzt werden, so gibt es 5 kürzere Rundtouren. Der Außenring ist etwa 420 Kilometer lang und wird in 9 Tagesetappen aufgeteilt.

Etappe 1: Feldberg – Fürstenberg/Havel: ca. 34, 5 Kilometer

Die erste Etappe führt durch die Feldberger Seenlandschaft. Radwanderer passieren kleine verträumte Dörfer und eine Landschaft mit vielen kleinen Seen und Wäldern.

Typisch Eiszeit: Schmaler Luzin, Findling in Feldberg, Kesselmoore, Sprockfitz (See mit starken Schwankungen des Wasserspiegels, Naturschutzgebiet)
Fürstenberg / Havel
© Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.

Luftbildaufnahme über die drei Stadtseen und den Stadtkern (als Insel, umschlungen von den Havelarmen)

Etappe 2: Fürstenberg/Havel – Röbel/Müritz: ca. 70 Kilometer

Diese Etappe führt Radwanderer vom Fürstenberger Seenland zur Müritz. Das Fürstenberger Seenland wird geprägt durch weite Wälder, die immer wieder von unzähligen kleinen und großen Seen unterbrochen werden.

Typisch Eiszeit: Feldsteinscheune Bollewick (aus unzähligen Findlingen erbaut)

Etappe 3: Röbel/Müritz - Malchow: ca. 32 Kilometer

Die dritte Etappe führt über hügeliges Hinterland vorbei an mehreren kleinen Gutsdörfern, Feldern und Blumenwiesen zur Inselstadt Malchow. Auch eine 1000 Jahre alte Kroneiche und das Seerosenparadies Rohrteich liegen an der Strecke.

Typisch Eiszeit: Schälchenstein aus der Bronzezeit, Granitfindling von 14 Kubikmetern Größe
Blücherhof
© Sophia Stezenko für Herberge Blücherhof

Herberge im Dickicht

Etappe 4: Malchow - Malchin: ca. 75,5 Kilometer

Die Eiszeitlandschaft in ihrer ganzen Vielfalt kann auf dieser Etappe erlebt werden: hügelige Grund- und Endmoränen, weite Kiefernwälder und flache Sanderflächen werden durchradelt. Im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide können Fischotter und Seeadler beobachtet werden. Sehenswert ist der dendrologische Garten des Gutshofes Blücherhof.

Typisch Eiszeit: Blockpackungen (Ansammlung von Großgeschieben und grobem Schutt), Kesselmoore, Malchiner See

Etappe 5: Malchin – Hansestadt Demmin: ca. 34 Kilometer

Die Etappe führt hauptsächlich am Wasser entlang, zunächst vorbei am Kummerower See, später auf dem Etappen-Endspurt entlang der Peene nach Demmin. Von den Retzow-Gülitzer Höhen haben Radwanderer eine gute Aussicht auf die Endmoräne mit ihren bewaldeten Hügeln.

Etappe 6: Hansestadt Demmin - Klempenow: ca. 33 Kilometer

Das Tal der Tollense ist eine leicht hügelige Grundmoränenlandschaft. Diese idyllische Etappe führt Radfahrer auch immer wieder an zahlreichen kleinen Bächen, Dörfern und Wiesen vorbei.

Typisch Eiszeit: Findling nahe Broock
Burg Klempenov
© Burg Klempenov

Nordflügel der Burg von der Ostseite

Etappe 7: Klempenow - Schwichtenberg: ca. 44,5 Kilometer

Seltene Pflanzen können Radwanderer im flachmuldigen Landgrabental mit seinen Flusstalmooren entdecken. Die mittelalterlichen Burgen Klempenow und Friedland sowie die Burgruine Landskron sollten nicht verpasst werden.

Typisch Eiszeit: Findling Blücherstein

Etappe 8: Schwichtenberg - Strasburg: ca. 34 Kilometer

Diese Etappe führt vorbei an den Hinterlassenschaften der Eiszeit: der Friedländer Großen Wiese, den Brohmer Bergen und dem Galenbecker See, der unter Schutz der UNESCO steht.

Typisch Eiszeit: Größter Findlingsgarten Mecklenburg-Vorpommerns, Friedländer Große Wiese

Etappe 9: Strasburg - Feldberg: ca. 60 Kilometer

Auch die letzte Etappe bietet eine landschaftliche Vielfalt mit grünen sanften Hügelketten der Uckermark, glasklaren Seen und blühenden Wiesen. Die waldbedeckten Helpter Berge sind ebenfalls ein Relikt der Eiszeit. Der Abschluss des Radrundweges führt Urlauber abermals durch die Feldberger Seenlandschaft mit ihren zahlreichen Seen, Wäldern und Mooren.

Typisch Eiszeit: Eiszeitlehrpfad und Eiszeitwerkstatt Wittenhagen, Findlingsgarten Carwitz, Schichtquelle am Krüselinsee, Trockental am Schmalen Luzin, Naturschutz-
gebiet Hullerbusch

Rundtouren:

Rundtour 1
Neubrandenburg – Hansestadt Demmin – Malchin –
Waren (Müritz) – Neubrandenburg (228 km)

Rundtour 2
Neubrandenburg – Waren (Müritz) – Malchow – Röbel/Müritz – Neustrelitz – Neubrandenburg (241 km)

Rundtour 3
Neustrelitz – Fürstenberg/Havel – Feldberg – Neustrelitz (130 km)

Rundtour 4
Neubrandenburg – Feldberg – Woldegk – Strasburg – Neubrandenburg (180 km)

Rundtour 5
Neubrandenburg – Schwichtenberg – Friedland – Altentreptow – Neubrandenburg (128 km)

Weitere Informationen unter:

Bilderbuch Mecklenburgische Seenplatte

Impressionen der Mecklenburgischen Seenplatte

  • Seeufer im Abendlicht© Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
    Seeufer im Abendlicht
  • Ausflugsschiff auf dem Malchiner See in der Mecklenburgischen Schweiz© TMV/Hoffmann
    Ausflugsschiff auf dem Malchiner See in der Mecklenburgischen Schweiz
  • Schlosspark Burg Schlitz© TMV/Grundner
    Schlosspark Burg Schlitz

Schlösser und Herrenhäuser in Mecklenburg

  • Hebetempel, Schlosspark Neustrelitz© TMV/Topel
    Hebetempel, Schlosspark Neustrelitz
  • Gutshaus Ludorf© www.seenplatte-impressionen.de
    Gutshaus Ludorf
  • Burg Schlitz© picture-alliance/ dpa
    Burg Schlitz

Urlaubsorte der Mecklenburgischen Seenplatte

  • Waren (Müritz)© dpa
    Waren (Müritz)
  • Waren Stadthafen© Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.
    Waren Stadthafen
  • Blick auf die Bootshäuser von Röbel an der Müritz© Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern
    Blick auf die Bootshäuser von Röbel an der Müritz

Aktualisierung: 8. Mai 2010

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